Aufführungsdatenbank

Konrad Kuhn

Konrad Kuhn, geb. 1959 in Düsseldorf, studierte an der Freien Universität Berlin Theaterwissenschaft und Komparatistik. Nach verschiedenen Stationen als Schauspieldramaturg, zuletzt ab 1994 am Burgtheater Wien, wandte er sich 1999 dem Musiktheater zu und betreute Achim Freyers Inszenierung von Schumanns Genoveva (Oper Leipzig/Wiener Festwochen). 1999 bis 2003 war er Dramaturg, Pressesprecher und Persönlicher Referent des Intendanten am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Hier begann eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Claus Guth, u.a. Awet Terterjans Oper Das Beben (Uraufführung, 2003). Sie setzte sich u.a. 2009 am Theater an der Wien (Messiah) sowie 2010 an der Wiener Staatsoper (Tannhäuser) und 2013 an der Staatsoper Berlin (AscheMOND oder The Fairy Queen, Uraufführung von Helmut Oehring/Henry Purcell) fort. Am Theater an der Wien betreute er von 2011 bis 2015 Guths Monteverdi-Zyklus sowie 2013 dessen szenische Aufführung von Schuberts Oratorienfragment Lazarus. 2016 erarbeitete er zusammen mit Claus Guth Rigoletto an der Opéra national de Paris (Dramaturgie und Mitarbeit Regie), 2017 Rodelinda am Teatro Real Madrid sowie 2018, wiederum in Paris, die Uraufführung von Michael Jarrells Racine-Oper Bérénice.

Von 2009 bis 2012 war Konrad Kuhn Dramaturg am Opernhaus Zürich und arbeitete dort u.a. mit Achim Freyer (Moses und Aron) sowie Harry Kupfer (Die Meistersinger von Nürnberg), Damiano Michieletto, David Pountney sowie mit Moshe Leiser und Patrice Caurier (u.a. Rossinis Otello). Bei den Salzburger Festspielen betreute er 2012 Giulio Cesare und 2013 Norma in der Regie von Leiser/Caurier sowie 2014 die Uraufführung von Marc-André Dalbavies Charlotte Salomon in der Regie von Luc Bondy.

Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Robert Wilson begann 2010 mit Norma in Zürich und setzte sich mit Verdis Macbeth (2012) in São Paulo und Bologna, Adam’s Passion (2014, mit Musik von Arvo Pärt) in Tallinn, La traviata (2015) in Linz / Perm, eine neue Version von Sophocles’ Oedipus im Antiken Römischen Theater von Pompei, im Teatro Olimpico in Vicenza (beide 2018) und beim Festival von Epidauros (2019) und zuletzt Otello bei den Osterfestspielen Baden-Baden 2018 fort.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist Konrad Kuhn als Dramaturg an der Oper Frankfurt engagiert und arbeitete hier u.a. mit Benedict Andrews (Stiffelio), Alex Ollé / La Fura dels Baus (Debussys La Damoiselle élue und Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher als Doppelabend) und 2018 erstmals mit Tobias Kratzer (Meyerbeers L’Africaine / Vasco da Gama) zusammen.

Er hat mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Daniele Gatti, Nello Santi, Sebastian Weigle und Philippe Jordan zusammengearbeitet. Konrad Kuhn ist auch als Übersetzer aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Armenischen tätig. Er nahm diverse Lehraufträge an der Universität Wien (Theaterwissenschaft und Musikwissenschaft) sowie an der Goethe Universität Frankfurt / Hessische Theaterakademie wahr.

Mitwirken in Bayreuth

JahrWerkFunktion/Rolle
2020GötterdämmerungDramaturgie
2020SiegfriedDramaturgie
2020Die WalküreDramaturgie
2020Das RheingoldDramaturgie
2020TannhäuserDramaturgie
2019TannhäuserDramaturgie
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