Diskurs 2020

Uraufführung „The Loop of the Nibelung“ und Gesprächsreihe „Hier gilt’s der Kunst“

„Diskurs Bayreuth“ ist das Podium der Bayreuther Festspiele für Uraufführungen, Gespräche und Konzerte. 2020 wird das Programm online präsentiert. Die Videoarbeit „The Loop of the Nibelung“ von Simon Steen-Andersen wird am 28.7.2020 uraufgeführt und online zu erleben sein. Die Gesprächsreihe „Hier gilt’s der Kunst“ – Wagner, Musik und Politik mit Daniel Barenboim, Thea Dorn, Sir András Schiff, Martina Gedeck, Barrie Kosky, Dörte Schmidt, Dieter Grimm sowie Björn Gottstein, Julia Spinola und Bernhard Neuhoff ist ab 28. Juli online.

Videoarbeit „The Loop of the Nibelung“

28. Juli 2020

Gesprächsreihe „Hier gilt’s der Kunst“ – Wagner, Musik und Politik

28. Juli 2020

„Hier gilt’s der Kunst“ –
Gespräche zu Wagner, Musik und Politik

In der Gesprächsreihe „Diskurs Bayreuth“ geht es um aktuelle Fragen: Kann, muss, soll Kunst eine
Stellungnahme zu Politik und Zeitgeschehen sein? Ist sie das nicht immer? Was kann Kunst bewirken?
Soll sie nicht frei von allem für sich stehen, autonom sein? Welche Rolle in der Demokratie, welche
Aufgabe, welche Verpflichtung fallen Künstlern und Kulturinstitutionen zu? Haben Kunstwerke eine
(gesellschaftliche) Funktion, sind sie „systemrelevant“?

„Hier gilt’s der Kunst“ – In der Bayreuther Geschichte wurde mit dem Zitat aus den „Meistersingern“
mehrfach die Kunst und das Politische in verschiedene Sphären verwiesen: 1924 im aufkeimenden
Nationalsozialismus und 1951 im Neu-Bayreuth nach dem 2. Weltkrieg waren offene politische
Verlautbarungen auf dem Hügel nicht erwünscht. Doch kann man das Gebot selbst als höchst
politischen Akt verstehen.

Kann Kunst politisch wirksam werden?
Daniel Barenboim, Thea Dorn

Wagners Musiktheater und die Politik
Barrie Kosky, Julia Spinola, Moderation: Bernhard Neuhoff (BR)

Muss ein Künstler politisch Stellung nehmen? Kann sich Kunst frei entwickeln?
András Schiff, Martina Gedeck, Moderation: Björn Gottstein (SWR)

Kunstautonomie und/als gesellschaftliche Funktion
Dörte Schmidt, Dieter Grimm, Moderation: Bernhard Neuhoff (BR)

Simon Steen-Andersen:
The Loop of the Nibelung

Video, 36 Min.
Auftragswerk der Bayreuther Festspiele
Uraufführung online: 29.7.2020, Bayreuther Festspiele /Bayerischer Rundfunk

Eine audiovisuelle Erkundung des mythischen Bayreuther Festspielhauses: Simon Steen-Andersen,
Komponist und Medienkünstler, nimmt Musiker der Bayreuther Festspiele mit in eine
„Kettenreaktions-Maschine“ im Festspielhaus, das zum Instrument und Bühnenbild zugleich wird.

Simon Steen-Andersen verbindet in seinen Arbeiten auf raffinierte Weise Ton und Bild. Ausgehend
von seiner jeweils auf besondere Orte bezogenen Konzeption „Run Time Error“ inszeniert er
Vexierspiele mit gegeneinander versetzten Klängen und Bildern.

In seiner Videoarbeit mit Sängern und Musikern des Festspielorchesters begegnet er an historischem
Ort dem Werk Wagners. Unerhörtes, Ungesehenes, Ungewohntes wird zu einer temporeichen,
sinnlichen Performance bis hinab in den „mystischen Abgrund“ des Bayreuther Grabens „and
beyond“.

Simon Steen-Andersen, Konzept, Komposition, Regie und Performance
Peter Tinning, Kamera-Performer
Wiebke Lehmkuhl, Nadine Weissmann, Mezzosopran
Olafur Sigurdarson, Bariton
Musiker des Orchesters der Bayreuther Festspiele

Kompositionsauftrag finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Eine Produktion der Bayreuther Festspiele im Rahmen von „Diskurs Bayreuth“

Simon Steen-Andersen wurde 1976 in Dänemark geboren und studierte von 1998 bis 2006 Komposition in Århus, Freiburg, Kopenhagen und Buenos Aires bei Karl Aage Rasmussen, Mathias Spahlinger, Bent Sørensen und Gabriel Valverde. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u. a. der Ernst von Siemens Musikstiftung 2017, Mauricio Kagel Musikpreis der Kunststiftung NRW 2017, Preis des SWR Symphonieorchesters 2019 und 2014, Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste als auch den Carl Nielsen Preis 2013, den Kranichsteiner Musikpreis (2008), den Tribune internationale des compositeurs 2010. Er war zudem Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Seit 2018 ist er Professor in der Abteilung Komposition und Théâtre musical an der Hochschule der Künste Bern. Er lebt in Berlin.

www.simonsteenandersen.dk

Mann mit Trompete
Treppenhaus mit zwei Personen und Geigen
Zwei Personen in einer Halle mit Musikinstrumente
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