Aufführungsdatenbank

Lise Davidsen

Seit dem Gewinn von Plácido Domingos Operalia- und Queen-Sonja-Wettbewerben im Jahr 2015 hat die norwegische Sopranistin Lise Davidsen die Welt der klassischen Musik im Sturm erobert, mit durchschlagenden Debüts an Orten wie der Metropolitan Opera, dem Royal Opera House Covent Garden, den Festivals in Bayreuth, Aix-en-Provence und Glyndebourne, der Bayerischen Staatsoper, der Wigmore Hall und dem Barbican, der Wiener Staatsoper, den BBC Proms in der Royal Albert Hall und dem Opernhaus Zürich. Es ist lange her, dass eine Sängerin so viel Aufsehen erregt hat", schrieb Gramophone in seiner Rezension ihres Debütalbums für Decca, das auf Platz 1 der UK Classical Music Charts stand. Ihre am 31. Mai 2019 veröffentlichten Aufnahmen mit Musik von Strauss und Wagner inspirierten das Magazin zu der Aussage, dass "sie eines der größten Gesangstalente ist, das in den letzten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, aufgetaucht ist".
Zu den Höhepunkten von Davidsens Saison 20/21 gehören ein gestreamtes Recital für die Metropolitan Opera als Teil ihrer gefeierten Reihe: Met Stars Live in Concert und mehrere mit Spannung erwartete Rollendebüts: Sieglinde Die Walküre in einer Neuproduktion an der Deutschen Oper Berlin und in einem Konzert an der Opera de Paris; die Titelrolle der Jenufa am Concertgebouw in Amsterdam; und Amelia in einer Neuproduktion von Verdis Un ballo in maschera an der Norwegischen Nationaloper. Weitere Auftritte umfassen die Titelrolle der Ariadne auf Naxos an der Wiener Staatsoper, die Elisabeth in Tannhäuser an der Bayerischen Staatsoper, eine Rückkehr nach Bayreuth in Tobias Kratzers Inszenierung von Tannhäuser und konzertante Aufführungen von Die Walküre sowie ein Solorezital an der Norwegischen Nationaloper. Recitals stehen auch in Zukunft auf ihrem Programm, mit Auftritten im Konzerthaus Dortmund und im Palau de les Arts Valencia mit James Baillieu; und zusammen mit dem berühmten norwegischen Pianisten Leif Ove Andsens in Bergen, Trondheim, beim Rosendal Chamber Music Festival in Norwegen und beim Turku Festival in Finnland.
In der vergangenen Saison gab Davidsen ein vielbeachtetes Ensembledebüt an der Metropolitan Opera als Lisa in Pique Dame und übernahm die Rolle der Leonore in Fidelio, zunächst in einem Konzert mit Yannick Nezet Seguin und der Opéra de Montreal und dann am Royal Opera House in einer Neuproduktion von Tobias Kratzer und unter der Leitung von Sir Antonio Pappano. Weitere Auftritte umfassten ein Rollendebüt als Ellen Orford Peter Grimes beim Enescu Festival; Strauss' Op. 27 mit Philharmonia und Esa-Pekka Salonen bei den BBC Proms; Vier letzte Lieder mit dem Orchestre de Paris; Beethovens Symphonie Nr. 9 mit Gianandrea Noseda und den Wiener Symphonikern sowie mit Vasily Petrenko und den Osloer Philharmonikern; Sieglinde Die Walküre mit Fabio Luisi und dem Danish National Symphony Orchestra sowie Solo-Recitals in London (Barbican), Oslo, Kopenhagen und Bergen.
Weitere Höhepunkte der letzten Zeit waren ihr Rollendebüt als Elisabeth in Tannhäuser, das sie am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen Staatsoper und in einem triumphalen Debüt bei den Bayreuther Festspielen gab, wo sie von der internationalen Presse als "Jahrhundertstimme" gefeiert wurde; Lisa in Pique Dame an der Oper Stuttgart; die Titelrolle der Ariadne auf Naxos beim Festival in Aix-en-Provence, an der Wiener Staatsoper und beim Glyndebourne Festival; Agathe in einer Neuproduktion von Der Freischütz am Opernhaus Zürich; Cherubinis Medea beim Wexford Festival; Santuzza Cavalleria Rusticana und Sancta Susanna in Oslo; und Isabella Das Liebesverbot am Teatro Colon.
Zu den jüngsten Konzertauftritten gehören Verdis Requiem bei den BBC Proms mit dem London Philharmonic Orchestra und Andrés Orozco Estrada, im Royal Opera House mit Sir Antonio Pappano, dem Danish National Symphony Orchestra und Fabio Luisi sowie dem Philharmonia Orchestra und Edward Gardner; Strauss Op. 27 beim Edinburgh International Festival mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und Vasily Petrenko; Vier letzte Lieder mit dem Danish National Symphony Orchestra, dem Stavanger Orchestra, Copenhagen Philharmonic, und dem Bergen Philharmonic Orchestra; Die Walküre (1. Akt) mit dem Toronto Symphony Orchestra und Sir Andrew Davis sowie mit dem Antwerp Symphony Orchestra und Edo de Waart; Wesendonck-Lieder und Rückert-Lieder mit dem Norwegischen Kammerorchester; und Sibelius' Luonnotar mit dem BBC Philharmonic bei den BBC Proms. In der Saison 2017-18 war Davidsen Artist in Residence beim Bergen Philharmonic Orchestra, wo sie u. a. ein Open-Air-Konzert, Verdis Requiem und Wesendonck-Lieder sowie Recital-Auftritte gab.
Sie ist 2014 Absolventin der Opernakademie in Kopenhagen und hat bei Susanna Eken studiert, nachdem sie zuvor einen Abschluss an der Grieg Academy of Music in Bergen erworben hatte. Im Jahr 2015 wurde Davidsen sowohl den Operalia- als auch den Queen Sonja-Wettbewerb gewonnen. Ihre bahnbrechenden Leistungen brachten ihr den Ersten Preis, den Birgit-Nilsson-Preis und den Publikumspreis beim Operalia-Wettbewerb in London sowie den Preis für die beste Aufführung norwegischer Musik und das Ingrid-Bjoner-Stipendium beim Internationalen Königin-Sonja-Musikwettbewerb ein. Sie ist außerdem dreifache Gewinnerin beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb 2015 in Amsterdam und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den HSBC Aix-en-Provence Laureate, den Statoil Talent Bursary Award, den Léonie Sonning Music Prize, den Danish Singers Award 2014 und den Kirstin Flagstad Award 2015. Im Jahr 2018 wurde Davidsen bei den Gramophone Classical Music Awards mit dem prestigeträchtigen Young Artist of the Year Award ausgezeichnet.

 

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
2021 Die Walküre Sieglinde
2021 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
2020 Die Walküre Sieglinde
2020 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
2019 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
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