Aufführungsdatenbank

Cornelius Meister

1998, als Achtzehnjähriger, Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Hannover; in den Jahren danach Hospitant bei den Bayreuther Festspielen und 2000/2003 Korrepetitor beim dortigen Wagner-Gesangswettbewerb; 2004 Musikalischer Assistent bei der Neuproduktion des „Parsifal“: 2022 nun kehrt Cornelius Meister auf den Grünen Hügel zurück und leitet mit „Tristan und Isolde“ die Eröffnungspremiere der Festspiele.
Bereits 2004 wurde ihm nach seinem „Tannhäuser“-Dirigat am Theater und Philharmonischen Orchester Heidelberg die dortige Generalmusikdirektor-Position angeboten, die er bis 2012 inne hatte. Zahlreiche weitere Wagner-Aufführungen und -Neuproduktionen schlossen sich an: „Der Ring des Nibelungen“ zum Wagner-Jubiläumsjahr 2013 an der Lettischen Nationaloper Riga, „Der fliegende Holländer“ u. a. an der Bayerischen Staatsoper, „Tannhäuser“ an der Semperoper Dresden. Mit „Lohengrin“ eröffnete er die Spielzeit 2018/19 der Staatsoper Stuttgart, der er seither als Generalmusikdirektor angehört. Hier, im ehemaligen „Winter-Bayreuth“, entsteht unter seiner Leitung gerade ein neuer „Ring des Nibelungen“. „Tristan und Isolde“ dirigierte er u. a. an der Königlich-dänischen Oper Kopenhagen, „Parsifal“ an der Oper Antwerpen. Mehrere Aufnahmen, u. a. vom „Siegfried-Idyll“ und den „Wesendonck-Liedern“ liegen vor.
Zu den Preisen, die Cornelius Meister in den letzten Jahren verliehen wurden, zählen der OPUS Klassik als „Dirigent des Jahres“, der International Classical Music Award in der Kategorie „Symphonische Einspielung“ für die Gesamtaufnahme der Symphonien von Bohuslav Martinů sowie der Diapason d’Or und der Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die DVD „Jules Massenet: Werther“ (Opernhaus Zürich). Unter seiner Leitung wurde das Staatsorchester Stuttgart 2020 zudem mit dem Innovationspreis der Deutschen Orchester-Stiftung ausgezeichnet.
Als Konzertdirigent setzt Cornelius Meister in der Saison 2021/22 seine Zusammenarbeit u. a. mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und der NDR Radiophilharmonie fort. Beim Orquesta Nacional de España und beim Rotterdams Philharmonisch Orkest debütiert er. Gemeinsam mit dem Staatsorchester Stuttgart widmet sich Cornelius Meister den sechs ersten und den sechs letzten Symphonien von Wolfgang Amadeus Mozart und führt mit der „Auferstehungssymphonie“ den Mahler-Zyklus weiter. Aber auch zentrale Werke des 20. Jahrhunderts (Strawinskys „L'oiseau de feu“ und „Le sacre du printemps“) sowie neue Werke des 21. Jahrhunderts stehen auf dem Programm der Stuttgarter Spielzeit 2021/22.
Neben der Aufführung des Kernrepertoires (u. a. sämtliche Beethoven-, Brahms-, Bruckner-, Schumann-, Tschaikowsky-, Mahler- und Sibelius-Symphonien) zeichnen sich Cornelius Meisters Konzertprogramme durch selten gespielte Werke u. a. von Zemlinsky, Martinů und Boulez sowie zahlreiche Uraufführungen aus. Zu seinen Partnern zählen das Concertgebouworkest, City of Birmingham Symphony Orchestra, BBC National Orchestra of Wales und BBC Philharmonic, National Symphony Orchestra Washington, Mostly Mozart Festival Orchestra New York, Swedish Radio Symphony Orchestra und Danish National Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Orchestre national de France, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo und Ensemble Intercontemporain, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom und Filarmonica della Scala, Tonhalle-Orchester Zürich und Orchestre de la Suisse Romande, und die Rundfunk-Sinfonieorchester von NDR, SWR und BR. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit La Scintilla, dem Zürcher Originalklang-Orchester. Mit 21 Jahren debütierte er an der Staatsoper Hamburg. Es folgten Einladungen an die Bayerische Staatsoper München, Deutsche Oper Berlin, Semperoper Dresden, Theater an der Wien, Opernhaus Zürich, New National Theatre Tokyo, Opéra national de Paris, San Francisco Opera, The Royal Danish Opera und Royal Opera House Covent Garden. Seit 2012 dirigiert er an der Wiener Staatsoper, seit 2015 am Teatro alla Scala Mailand und seit 2019 an der Metropolitan Opera New York.
Geboren 1980 in Hannover, studierte Cornelius Meister Klavier und Dirigieren in Hannover bei Konrad Meister, Martin Brauß und Eiji Ōue sowie am Mozarteum Salzburg bei Dennis Russell Davies, Jorge Rotter und Karl Kamper.
Von 2005 bis 2012 war er Generalmusikdirektor des Theater und Philharmonischen Orchesters Heidelberg, von 2010 bis 2018 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Wiener Radio-Symphonieorchesters und von 2017 bis 2020 Principal Guest Conductor des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo.
Bereits 2007 wurde er für das „Beste deutsche Konzertprogramm“ und seither mehrfach für seine Education-Projekte ausgezeichnet. Zahlreiche Radio-, Fernsehen-, CD- und DVD-Produktionen liegen vor. Als Pianist trat Cornelius Meister in Europa und den USA auf und leitete Klavierkonzerte von Beethoven, Mendelssohn, Grieg, Liszt und Gershwin sowie Arvo Pärts „Credo“ vom Flügel aus.

 

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
2022 Tristan und Isolde Musikalische Leitung
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