Alexandra Ionis
Alexandra Ionis wuchs in Berlin auf und studierte Klavier und Gesang an der Universität der Künste Berlin, Gesang am Mailänder Conservatorio di musica Giuseppe Verdi und war Mitglied im International Opera Studio der Accademia nazionale di Santa Cecilia, wo sie wertvolle Impulse u. a. von Renata Scotto erhielt. Ihre Liebe zur Neuen Musik vertiefte sie bei Produktionen wie Widmanns Babylon und Reimanns Gespenstersonate an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Zimmermanns Die Soldaten mit dem Gürzenich-Orchester Köln und François-Xavier Roth (Regie: Calixto Bieito) in Köln, Hamburg und Paris. Sie sang die Uraufführung von Péter Eötvös’ Oper Sleepless unter seinem Dirigat an der Staatsoper Unter den Linden, in Genf und Budapest und die Amme in der Uraufführung der Kinderoper Robin Hood (M. dall’Ongaro) am Teatro Petruzzelli in Bari.
Zu den Highlights der vergangenen Spielzeiten zählen ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen 2024 als 2. Norn (Götterdämmerung) und Siegrune (Die Walküre) mit Simone Young. Außerdem wirkte sie als Schwertleite (Walküre) in Dmitri Tcherniakovs Ring des Nibelungen an der Staatsoper Unter den Linden mit Christian Thielemann und Thomas Guggeis mit. Mit der 3. Magd in Elektra gastierte sie in Baden-Baden (mit Kirill Petrenko) und Stuttgart, mit der Maddalena (Il viaggio a Reims) an der Deutschen Oper Berlin und der Semperoper Dresden. Die Annina in Der Rosenkavalier sang sie an der Staatsoper Unter den Linden (Simone Young/André Heller) und am Opernhaus Chemnitz, wo sie außerdem als Ulrica (Un ballo in maschera) und Marcellina (Le nozze di Figaro) zu sehen war. Simone Young holte sie im Winter 2024 als Fricka in die konzertante Walküre-Produktion nach Sydney, wo sie diese Spielzeit auch zum ersten Mal, ebenfalls unter Simone Young, mit dem Sydney Symphony Orchestra G. Mahler´s „Das Lied von der Erde“ sang. Ein weiteres wichtiges Debüt für Ionis erfolgte diese Spielzeit als Prinzessin Eboli in G. Verdis Don Carlo am Teatro Petruzzelli in Bari unter dem Dirigat von Diego Matheuz.
Seit 2023 ist Alexandra Ionis Ensemblemitglied des Theaters Bielefeld, wo sie als Anaïde in Leoncavallos Zazà, Mrs. Quickly, als Azucena, Judith in Bartóks Herzog Blaubarts Burg, Giulietta & Stimme der Mutter in Hoffmanns Erzählungen, Katerina (Magdalena) in Martinůs Die griechische Passion, als Herzkönigin in Pierangelo Valtinonis Alice im Wunderland, als Mescalina in Le Grand Macabre zu erleben war. Ebenfalls debütierte Ionis dort in Verdis Messa da Requiem, womit sie zuletzt auch in der Berliner Philharmonie zu hören war.
Zukünftige Engagements führen Ionis an die Berliner Philharmonie und an die Scala unter dem Dirigat von Kirill Petrenko.
Alexandra Ionis wurde 2018 Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes.
Mitwirken in Bayreuth
| Jahr | Werk | Funktion/Rolle |
|---|---|---|
| 2026 | Götterdämmerung | 2. Norn |
| 2026 | Die Walküre | Siegrune |
| 2025 | Götterdämmerung | 2. Norn |
| 2025 | Die Walküre | Siegrune |
| 2024 | Götterdämmerung | 2. Norn |
| 2024 | Die Walküre | Siegrune |