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Die Bayreuther Festspiele trauern um Harry Kupfer!

Er, der bereits 1978 als DDR- Regisseur einen aufsehenerregenden „Fliegenden Holländer“ in Bayreuth inszenierte – berühmt geworden durch die Deutung der Geschichte als Vision und Albtraum Sentas, die das Publikum in zwingender Spannung bis zum Finale, dem Sprung Sentas aus dem Fenster des väterlichen Hauses, hielt. Legendär wie die spätere Inszenierung der „Ring“-Tetralogie in der kongenialen Zusammenarbeit mit Hans Schavernoch und Daniel Barenboim, in der er nach Gesprächen mit Hans Mayer resümierend in seiner Konzeption einen offenen Schluss inszenierte, „wie er auch bei Wagner kompositorisch offen ist, aber eben mit diesem Prinzip Hoffnung“. Unvergessen die Intensität der Personenregie, die eine Verschmelzung von Bühne und Zuschauerraum erzeugte und niemanden im Saal unbeteiligt ließ.

Wir verneigen uns vor ihm, der Festspielgeschichte geschrieben hat, und dem Bayreuth so viel zu verdanken hat auf dem Weg zu einer modernen zukunftsweisenden Wagner-Rezeption, ganz im Sinne des Festspiel-Gedankens Richard Wagners.

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