Tanguy de Williencourt

Pianist, Dirigent und gefragter Kammermusiker, tritt Tanguy de Williencourt in Konzertsälen in Frankreich und darüber hinaus auf: Auditorium de Radio France, Théâtre des Champs-Élysées, Opéra-Comique, Grand Théâtre de Provence, Berliner Philharmonie, Oper Bonn, Sala São Paulo, De Bijloke, Concertgebouw Brügge, Festspielhaus Baden-Baden, Wigmore Hall … sowie bei Festivals wie dem Yehudi Menuhin Festival in Gstaad, Radio France Festival in Montpellier, Festival de Pâques d’Aix-en-Provence, Pablo Casals Festival in Prades, Chorégies d’Orange, La Folle Journée in Nantes, Tokio, Jekaterinburg und Warschau, La Roque d’Anthéron …

 
Als Solist tritt Tanguy de Williencourt unter anderem mit dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, dem Flanders Symphony Orchestra, Sinfonia Varsovia und dem Ensemble Matheus auf, zusammen mit Dirigenten wie Kristiina Poska, Aziz Shokhakimov, Martijn Dendievel, Jean-Christophe Spinosi, Pascal Rophé und Marta Gardolińska.
 
Als Assistent und Vocal Coach arbeitet er mit Philippe Jordan, Michael Schønwandt, Simone Young, Gustavo Dudamel und weiteren (u. a. an der Opéra de Paris, der Wiener Staatsoper und bei den Bayreuther Festspielen).
 
Sein letztes Soloalbum, 2024 erschienen, eine Hommage an Liszt und seine Musen (Mirare), wurde von der Kritik hochgelobt (TTTT bei Télérama). Seine umfangreiche Diskografie bei Mirare umfasst außerdem ein Album zu César Franck (CHOC Classica) sowie zwei Gesamtaufnahmen: die vollständigen Klaviertranskriptionen von Wagner/Liszt und sämtliche Bagatellen Beethovens, beide mit großer Kritikresonanz (***** Classica und Diapason).
 
Bei Harmonia Mundi nahm er mit dem Cellisten Bruno Philippe, der Mezzosopranistin Stéphanie d’Oustrac sowie das Album „Debussy: The Late Works“ auf, das 2019 sowohl den BBC Music Magazine Award als auch den Gramophone Award erhielt. Das Album „Proust: le concert retrouvé“ mit dem Geiger Théotime Langlois de Swarte wurde ebenfalls hoch gelobt und als Gramophone Editor’s Choice 2021 ausgezeichnet. Außerdem war Tanguy de Williencourt Teil eines Films über Renée Fleming, der im Théâtre du Châtelet gedreht und 2022 weltweit in IMAX-Kinos gezeigt wurde.
 
Nach einem brillanten Studium am Conservatoire de Paris in den Fächern Klavier (Roger Muraro), Kammermusik (Claire Désert), Liedbegleitung (Jean-Frédéric Neuburger) und Vocal Coaching erhielt er Unterstützung durch die Blüthner- und Banque Populaire-Stiftungen sowie ADAMI (Classical Revelation 2016) und SPEDIDAM. 2016 gewann er den Jury- und Publikumspreis der Société des Arts de Genève, im darauffolgenden Jahr den „Play-Direct“-Wettbewerb an der Philharmonie de Paris. Gleichzeitig arbeitete er eng mit Maria João Pires, Christoph Eschenbach, Stephen Kovacevich und Paul Badura-Skoda zusammen.
 
In der Saison 2025/26 tritt er u. a. in der Philharmonie de Paris und im Konzerthaus Dortmund auf, arbeitet mit Thomas Enhco, der Mezzosopranistin Lea Desandre und dem Geiger Nathan Mierdl zusammen und dirigiert als Play-Direct-Künstler das Orchestre National des Pays de la Loire. Er leitet die Produktion Hamlet beim Ballett der Opéra National du Rhin und assistiert Pablo Heras-Casado an der Opéra National de Paris bei Wagners Siegfried.
 
Seit 2021 unterrichtet Tanguy de Williencourt Klavier am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und ab September 2025 an der Académie Philippe Jaroussky. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals Tempo Le Croisic.

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
2026 Catherine Foster and Friends Klavier