Abschied von Wolfgang Schmidt: Ein Künstler, der Bayreuth lebte

Mit großer Trauer nehmen die Bayreuther Festspiele Abschied von dem Tenor Wolfgang Schmidt, der unserem Haus über viele Jahre eng verbunden war und dessen künstlerisches Wirken den Grünen Hügel nachhaltig geprägt hat.

Wolfgang Schmidt kam 1992 erstmals nach Bayreuth und gab sein Debüt als Tannhäuser. Schnell wurde er Teil unserer Festspielgeschichte.

Vor allem als Siegfried im „Ring des Nibelungen“ prägte er über viele Sommer hinweg das musikalische Gesicht Bayreuths. In den Jahren 1994 bis 1998 sowie erneut von 2000 bis 2004 stand er in „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ auf unserer Bühne und beeindruckte durch stimmliche Kraft, Ausdauer und tiefen Respekt vor dem Werk Richard Wagners.

Seine künstlerische Vielseitigkeit zeigte sich auch in seiner Rückkehr nach Bayreuth als Mime in den Jahren 2009 und 2010. Mit diesem Rollenwechsel bewies er Mut, Wandlungsfähigkeit und eine bewundernswerte Fähigkeit, sich immer wieder neu auf Musik und Bühne einzulassen.

Mit Wolfgang Schmidt verlieren wir nicht nur einen herausragenden Wagner-Tenor, sondern einen Künstler, der Bayreuth auf einzigartige Weise geprägt hat. Seine Stimme, seine Bühnenpräsenz und seine Leidenschaft werden noch lange in jedem Ton, in jeder Erinnerung und in den Sommern auf dem Grünen Hügel nachklingen.