Ersan Mondtag
Der Regisseur Ersan Mondtag verfügt über eine der markantesten Theaterästhetiken der jüngeren Generationen, die er durch beeindruckende Bühnen- und Kostümbilder zum Leben erweckt. In den vergangenen Jahren hat er diese künstlerische Sensibilität erfolgreich auf die Oper übertragen, dabei neue Möglichkeiten der Form ausgelotet und große Anerkennung bei der Kritik gefunden.
Mondtag wurde bereits vor seinem 30. Lebensjahr in allen drei künstlerischen Bereichen mit Preisen ausgezeichnet. Die Zeitschrift Theater Heute kürte ihn 2016 zum „Nachwuchsregisseur des Jahres“ und im darauffolgenden Jahr zum „Kostümbildner des Jahres“. Im selben Jahr ernannte ihn Deutsche Bühne zum „Bühnenbildner des Jahres“. 2025 erhielt er den renommierten Kulturpreis der Berliner Zeitung.
Viermal wurde Mondtag zum einflussreichen Berliner Theatertreffen eingeladen. 2025 wurde seine Inszenierung von Sam Max’ Double Serpent für das Festival ausgewählt, nachdem sie 2024 am Staatstheater Wiesbaden uraufgeführt worden war. Zuvor war er mit Das Internat, das 2019 mit dem 3sat-Preis des Festivals ausgezeichnet wurde, mit Die Vernichtung in Zusammenarbeit mit seiner regelmäßigen Kooperationspartnerin Olga Bach (2017) sowie mit Tyrannis (2016) eingeladen worden.
Sein Operndebüt gab Mondtag 2020 mit Schrekers Der Schmied von Gent an der Opera Ballet Vlaanderen in Antwerpen und Gent, einer Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim. In der darauffolgenden Spielzeit kehrte er zur Opera Vlaanderen zurück, um Der Silbersee zu inszenieren, eine Koproduktion mit der Opéra national de Lorraine. Seine Inszenierung von Langgaards Antikrist wurde an der Deutschen Oper Berlin eröffnet und kürzlich auf DVD veröffentlicht. Zu weiteren Höhepunkten zählen sein Debüt an der Wiener Staatsoper mit Les pêcheurs de perles, Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen, La forza del destino an der Opéra de Lyon, Gianni Schicchi und L’heure espagnole am Teatro dell’Opera di Roma, Salome an der Opera Ballet Vlaanderen, Toto oder Vielen Dank für das Leben am Burgtheater sowie Munich Machine am Residenztheater.
Zuletzt entwarf Mondtag den Deutschen Pavillon für die La Biennale d’Arte di Venezia: ein „unklassifizierbares Werk, das als elendes, wütendes Monument gelesen werden kann“ (*New Yorker) und der „abgedrehteste Länderpavillon der 60. Biennale von Venedig“ (ARTnews). Aus dieser Arbeit entstand kürzlich die neue Ausstellung ASBEST in der König Galerie.
Mitwirken in Bayreuth
| Jahr | Werk | Funktion/Rolle |
|---|---|---|
| 2027 | Parsifal | Regie |