Christopher Sokolowski
Von Opernglas als „einer der aufregendsten jungen Sänger seiner Generation“ bezeichnet, erobert Christopher Sokolowski die Opernwelt im Sturm. Dabei zeichnet er sich durch seine magnetische Bühnenpräsenz, seine unverwechselbare Stimmfarbe und seine „Wagner’sche Kraft“ (Ôlyrix) aus.
Sein Rollendebüt als Parsifal in der vergangenen Spielzeit in der Neuproduktion der Opera Ballet Vlaanderen unter der musikalischen Leitung von Alejo Pérez erwies sich als entscheidender Meilenstein in der wachsenden Karriere des jungen amerikanischen Tenors. Zuvor war er bereits für seine Authentizität und stimmliche Leichtigkeit in Neuproduktionen von Lohengrin am Theater Bremen sowie an der Ungarischen Staatsoper in Budapest weithin gefeiert worden. Sokolowskis ausgeprägtes Gespür für das Dramatische und seine Vielseitigkeit im Repertoire zeigten sich zudem als Manolios (The Greek Passion) in Barbora Horákovás Neuproduktion an der Staatsoper Hannover, bei seinem vielbeachteten Debüt beim Festival d’Aix-en-Provence als Captain Vere in The Story of Billy Budd – Ted Huffmans Neuinterpretation von Brittens Oper für Kammerensemble unter der Leitung von Finnegan Downie Dear – sowie als Narraboth (Salome) an Les Arts in Valencia unter James Gaffigan in einer Inszenierung von Damiano Michieletto.
Die laufende Spielzeit bringt eine Reihe weiterer spannender Rollendebüts mit sich: als Lord Darnley (Mary, Queen of Scots) an der San Francisco Opera, als Tambourmajor (Wozzeck) an La Monnaie, als Walther (Tannhäuser) und Froh (Das Rheingold) an der Bayerischen Staatsoper sowie als Parsifal bei den Bayreuther Festspielen unter Christian Thielemann. Nach seinem Debüt als Hirte (Król Roger) diesen Sommer an der Des Moines Metro Opera gibt Christopher sein Debüt an der Komischen Oper Berlin in derselben Rolle – in deren Neuproduktion von Evgeny Titov unter der musikalischen Leitung von James Gaffigan.
Auch Sokolowskis Konzerttätigkeit entwickelt sich äußerst erfolgreich. Nach seinem Debüt in Beethovens 9. Sinfonie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Vladimir Jurowski sang er erstmals Das Lied von der Erde mit der Bayerischen Staatsoper unter Finnegan Downie Dear. In der vergangenen Spielzeit nahm er Mahlers Werk mit dem Sinfonieorchester St. Gallen unter Modestas Pitrėnas erneut in sein Programm auf und erweiterte sein Repertoire darüber hinaus mit Aufführungen von Strawinskys Pulcinella mit dem Orchestre national de Lyon unter der Leitung von Nicolaj Szeps-Znaider.
Sokolowski stammt aus dem Hudson Valley im Bundesstaat New York. Seine Ausbildung absolvierte er an der Jacobs School of Music der Indiana University sowie am Purchase Conservatory. Weitere wichtige Impulse erhielt er an renommierten Institutionen wie dem Tanglewood Music Center und der Fondation des Treilles Académie de la Voix. Zudem war er Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Stuttgart und gehörte zum Ensemble des Theaters St. Gallen.
Mitwirken in Bayreuth
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