Bayreuther Festspiele

Hans-Georg Priese
Hans-Georg Priese

Hans-Georg Priese

Der in Halberstadt geborene Tenor Hans-Georg Priese studierte Gesang an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin bei KS Prof. Heinz Reeh. Er nahm an mehreren Meisterkursen, u.a. bei Prof. Josef Metternich und Prof. Ruth Berghaus, teil.
Erste Stationen seiner Laufbahn waren das Hans-Otto-Theater Potsdam und das Landestheater Mecklenburg in Neustrelitz, auf denen er sich ein umfangreiches Repertoire zunächst  als lyrischer und italienischer, später als Kavalierbariton erarbeitete. Insgesamt sang er weit mehr als 50 Partien im Baritonfach.
Von 2002 bis 2010 war Hans-Georg Priese am Südthüringischen Staatstheater Meiningen unter Vertrag und absolvierte innerhalb dieses Engagements mit dem Idomeneo und dem Max in der vielbeachteten Debüt-Inszenierung von Philipp Stölzl einen Fachwechsel ins dramatische Tenorfach. Regelmäßig folgten hier wichtige Rollendebüts mit Florestan, Giovanni di Salvati ("Mona Lisa") und Erik, die ihre vielbeachteten Höhepunkte mit dem Parsifal 2009 und dem Tannhäuser im März 2010 fanden. Seit 2010 ist er freischaffend.
Gastverträge führten ihn zunächst als Bariton u.a. nach Bukarest, Wuppertal, Kassel, Cottbus, die Oper Leipzig sowie an die Komische Oper Berlin, wo er unter anderem seine wichtigsten Baritonpartien, die Titelpartien in A. Bergs „Wozzeck“ und im „Barbier von Sevilla“ sang.
Nach seinem Fachwechsel trat  er seit 2007 zunächst in zwei Janacek-Produktionen an der Kölner Oper auf. Anfang 2008 übernahm er dort kurzfristig und mit großem Erfolg die Titelpartie der Uraufführung „Rotter“ in der Inszenierung von Katherina Thalbach und Ende 2008 die Titelpartie in Stravinskys "Oedipus Rex".
Hans-Georg Priese sang den Max neben Meiningen an vier weiteren Theatern, den Florestan in der Neuinszenierung von John Dew im September 2010 in Darmstadt, sowie in Karlsruhe und 2011 in Saarbrücken. Er verkörpert regelmässig den Tannhäuser am Originalschauplatz auf der Wartburg in Eisenach.
Erik in Basel, wiederum in der Inszenierung von Philipp Stölzl, Tichon  in Stuttgart sowie in Lissabon in der Inszenierung von David Alden waren Stationen vor seinem großen Erfolg mit der verspäteten Uraufführung "Der Cid" von Théodore Gouvy in Saarbrücken, in der er ca.145 Jahre nach dessen Tod die Titelpartie für den Uraufführungs-Tristan Ludwig Schnorr von Carolsfeld übernahm. Für diese Interpretation erhielt er eine Nominierung als "Sänger des Jahres" in der Umfrage der Fachzeitschrift "Opernwelt" 2011.
In der Spielzeit 2011/12  folgten seine Rollendebuts als Bacchus,  Alfonso in Korngolds Frühwerk "Violanta" und als Don José bei den Seefestspielen Berlin sowie eine sehr stark beachtete Parsifal-Neuproduktion in Saarbrücken. Diese Partie coverte er auch bei den letzten Vorstellungen der jüngsten Produktion in Bayreuth. 2012 sang er in mehreren Konzerten Mahlers "Lied von der Erde". Die aktuelle Spielzeit steht im Zeichen seines Rollendebuts als Tristan.
Im Laufe der Zeit erarbeitete er sich viele große Partien mit bedeutenden Dirigenten und Regisseuren. Stellvertretend seien neben den bereits genannten Arthur Fagen, Markus Stenz, Gabriel Feltz, Sebastian Weigle, Vladimir Jurovski, Matthias Foremny, Hans Urbanek, Istvan Szabo, Andrea Moses, Jetzke Mijnssen, Gottfried Pilz, Gerd Heinz und Bernd Weikl erwähnt.
Seit dem Frühjahr 2001 hat Hans-Georg Priese einen Lehrauftrag für Gesang an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin.




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