Bayreuther Festspiele

Tannhäuser - Werkstatt der Gefühle.
Tannhäuser - Werkstatt der Gefühle.

20. und 21. August 2011: Symposion
„Tannhäuser – Werkstatt der Gefühle.“ 

Wagner-Concil 2011

Internationales Symposion der Bayreuther Festspiele und der Freien Universität Berlin


Mit Beiträgen von:
Sebastian Baumgarten, Bettina Brandl-Risi, Sieghart Döhring, Ute Frevert, Carl Hegemann, Johannes Hoff, Friedemann Kreuder, Gundula Kreuzer, Thomas Macho, Christoph Menke, Ryan Minor, Gerhard Neumann, Clemens Risi, Sabine Maria Schmidt, Matthew Wilson Smith u. a.

20. und 21. August 2011

Probebühne IV – Festspielhügel / Eintritt frei

Konzeption und Leitung:
Clemens Risi, Robert Sollich, Anna Papenburg, Carl Hegemann

Organisation:
Gerda Mayer

Telefon: 0921-7878-0
E-Mail: symposion@bayreuther-festspiele.de


Tannhäuser – Werkstatt der Gefühle

Wagner-Concil 2011

Kaum eine zweite Theateraufführung des 19. Jahrhunderts ist als wirkungsästhetisches Dokument von so tiefgehender Bedeutung wie die Erstaufführung von Wagners Tannhäuser 1861 in Paris, die als größter Opernskandal ihrer Zeit in die Geschichte einging. So leidenschaftlich der Proteststurm auf der einen, so nachhaltig die Begeisterung auf der anderen Seite. Ganz ähnliche Reaktionen waren gut einhundert Jahre später auch in Bayreuth zu besichtigen, als in Götz Friedrichs Inszenierung 1972 wiederum der Tannhäuser Stein des Anstoßes neuerlicher widerstreitender Gefühlsausbrüche wurde. Es liegt insofern nahe, gerade den Tannhäuser als Ausgangspunkt dafür zu nehmen, gleichermaßen nach dem Verhältnis von Oper und Emotion wie nach jenem von apollinischer Ordnung und dionysischem Rausch in der Oper zu fragen. Woher rührt das Wirkungspotential des so titulierten „Kraftwerks der Gefühle“, und wieso tun sich gerade die Wagnerianer als besonders leidenschaftlich in Treue und Hingabe wie in Wut und Ablehnung hervor? Und spricht die Kontinuität in den Reaktionen auf den Tannhäuser eher gegen eine historische Spezifik von Emotionen? Diese und andere Fragen sollen in dem Symposion diskutiert werden, ergänzt durch eine Podiumsdiskussion zur diesjährigen Bayreuther Neuinszenierung des Tannhäuser.



PROGRAMM

Samstag, 20. August 2011

11.00

Begrüßung Festspielleitung
Einführung Carl Hegemann, Clemens Risi, Robert Sollich, Anna Papenburg

11.30 -
12.30

Ute Frevert (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin)
Die Natur und Kultur der Liebe

Gerhard Neumann (Ludwig-Maximilians-Universität München / Freie Universität Berlin)
Richard Wagners Liebestheorie und ihr Reflex in Thomas Manns Zauberberg

13.30 -
14.30

Friedemann Kreuder (Johannes Gutenberg Universität Mainz) Männliche Mattheit, weibliche Wucht. Zur imaginierten Weiblichkeit in der Affektdarstellung von Richard Wagners Tannhäuser

Sieghart Döhring (Forschungsinstitut für Musiktheater, Schloss Thurnau, Universität Bayreuth)
Der „Dritte“: Wolfram von Eschenbach und die Gefühlsdramaturgie in Wagners Tannhäuser

15.00 -
17.00

Arbeit zwischen Rausch und Traum Podiumsdiskussion zur diesjährigen Bayreuther Neuproduktion des Tannhäuser

Mit Sebastian Baumgarten, Johannes Hoff, Christoph Menke, Clemens Risi, Sabine Maria Schmidt
Moderation: Robert Sollich und Carl Hegemann

Sonntag, 21. August 2011

10.30 -
12.00

Ryan Minor (The State University of New York, Stony Brook)
Zuhörerschaft, Emotionen und Wagners Tannhäuser-Problem

Gundula Kreuzer (Yale University)
Venus als Wagner. Über Düfte, Vorhänge und inszenierte Emotionen

Bettina Brandl-Risi (Freie Universität Berlin)
Ausbrüche. Tannhäuser und das Publikum

13.00-
14.00

Matthew Wilson Smith (Boston University)
Tannhäuser und das demokratische Gefühl im Amerika des Gilded Age

Thomas Macho (Humboldt-Universität zu Berlin)
Wo liegt das Tannhäuser-Gate? Richard Wagner und die Kunst der Zukunft

15.00 -
15.45

Die Bilder werden bleiben.
Gedenken an Christoph Schlingensief zum ersten Todestag


Bayreuther Festspiele, Freie Universität Berlin, Gesellschaft Freunde von Bayreuth e.V.




Bayreuther Festspiele GmbH - Festspielhügel 1-2 - 95445 Bayreuth
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