Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Josephine Barstow (1983)
Portraitfoto Josephine Barstow (1983)
Portraitfoto Josephine Barstow (1983) <b>Josephine Barstow als Gutrune</b>. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Peter Hall 1983 – 1986)

Josephine Barstow

Sie wurde zunächst Englischlehrerin, ließ dann aber ihre Stimme in London u.a. durch Eva Turner und Andrew Field ausbilden. Debüt 1964 bei der Londoner Opera for All als Mimi in Puccinis »La Bohème«. Sie kam bald in England zu großen Erfolgen, zuerst seit 1967 bei der Sadler's Wells Opera, dann vor allem an der Londoner Covent Garten Oper, der sie seit 1969 angehörte. Sie sang bei den Festspielen von Glyndebourne und Aldeburgh, dann auch bei den Festspielen von Aix-en-Provence und auf dem europäischen Kontinent. Große Erfolge am Deutschen Opernhaus Berlin und am Grand Théâtre Genf. Am 2.12.1970 wirkte sie an der Covent Garden Oper in der Uraufführung der Oper »The Knot Garden« von Michael Tippett als Denisa mit, 1977 in »The Ice Break« vom gleichen Komponisten als Gayle, bereits 1976 in der Uraufführung von »We come to the River« von H.W. Henze. Seit 1968 regelmäßiges Auftreten bei der Welsh Opera Company in Cardiff. An der Sadler's Wells Oper London u.a. 1974 in der Uraufführung der Oper »Story of Vasco« von Crosse und in den englischen Premieren der modernen Opernwerke »Die Teufel von Loudun« von Penderecki (1973), »Krieg und Frieden« von Prokofieff (1972) und »Die Bassariden« von H.W. Henze (1974)zu hören. 1977 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York als Musetta in »La Bohème«. 1983 wirkte sie bei den Festspielen von Bayreuth als Gutrune in der »Götterdämmerung« mit. Bei den Salzburger Festspielen gastierte sie 1989-90 als Amelia in Verdis »Ballo in maschera« zusammen mit Placido Domingo, bei den Osterfestspielen als Tosca. 1986 sang sie bei den Festspielen von Salzburg in der Uraufführung der Oper »Die schwarze Maske« von K. Penderecki die Partie der Benigna. 1985 gastierte sie am Opernhaus von San Diego als Hanna Glawari in Lehárs »Lustiger Witwe«, 1986 am Moskauer Bolschoj Theater, an den Opernhäusern von Riga und Tblissi (Tiflis). 1987 großer Erfolg bei der Opera North Leeds als Lady Macbeth in »Macbeth« von Verdi, 1990 in Antwerpen in der gleichen Rolle; 1988 zu Gast an der Oper von Boston als Medea in der gleichnamigen klassischen Oper von Cherubini, in San Francisco als Katerina Ismailowa in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch. 1976 hörte man sie an der Covent Garden Oper London, 1979 an der Staatsoper Berlin, 1982 in San Francisco und 1987 in Houston/Texas als Salome von R. Strauss, 1990 in Toronto als Marschallin im »Rosenkavalier«, 1991 in Toulouse als Minnie in Puccinis »La Fanciulla del West«. 1990 sang sie an der Covent Garden Oper die Odabella in Verdis »Attila«, 1991 im Earl's Court London die Tosca, in Amsterdam den Fidelio, 1993 an der Oper von Chicago die Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, 1995 in Palermo die Ellen Orford in »Peter Grimes«, an der Welsh Opera die Kostelnicka in »Jenufa« von Janácek, 1996 an der Opera North die Titelrolle in »Medea« von Cherubini und die Marie im »Wozzeck«. Neben ihrer großen Bühnenkarriere, bei der man auch immer wieder ihre darstellerische Begabung bewunderte, stand eine zweite, ebenso erfolgreiche Tätigkeit als Konzertsolistin, auch hier in einem sehr umfangreichen Repertoire. In erster Ehe mit dem Theaterdirektor Terry Hands, in zweiter seit 1969 mit dem Generalmanager der Covent Garden Oper Ande Anderson verheiratet.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Sopran

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1983 Götterdämmerung Gutrune



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