Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Kieth Engen
Portraitfoto Kieth Engen
Portraitfoto Kieth Engen <b> Kieth Engen als Heinrich der Vogler. </b> Lohengrin (Inszenierung von Wieland Wagner 1958 - 1962)

Kieth Engen

* 05.04.1925 in Irazee, USA
† 02.09.2004 in Murnau/Oberbayern

Er studierte zuerst in seiner amerikanischen Heimat bei Frau McMurray in Berkeley (Kalifornien), dann an der Musikakademie von Wien bei Tino Pattiera, Pavel Ludikar und Elisabeth Rado. Anfänglich als Konzert-Bassist tätig, debütierte er 1952 am Stadttheater von Graz. Seit 1955 erster Bassist an der Bayerischen Staatsoper München. 1958 wirkte er bei den Festspielen von Bayreuth als König Heinrich im »Lohengrin« mit; erfolgreiche Gastspiele und Konzerte in den Zentren des deutschen und europäischen Musiklebens. So war er zu Gast an der Grand Opéra Paris, in Straßburg, Amsterdam, Turin, beim Maggio musicale Fiorentino, beim Edinburgh Festival und auch am Teatro Colón Buenos Aires. Am 11.8.1957 sang er in München in der Uraufführung von Hindemiths »Harmonie der Welt« (als Kaiser Rudolph); am 24.3.1968 an der Staatsoper Stuttgart in der Uraufführung der Oper »Prometheus« von C. Orff (als Okeanos), am 1.8.1969 in München in der von »Das Spiel von Liebe und Tod« von Jan Cikker, am 25.1.1986, ebenfalls in München, in »Belshazar« von Volker David Kirchner. 1991 wirkte er an der Staatsoper von München in der Uraufführung der Oper »Ubu Rex« von K. Penderecki mit. Bei den Festspielen von Salzburg sang er 1962 in »La Betulia liberata« von Mozart, 1973 das Baß-Solo in der c-moll- Messe von Mozart. Er gastierte 1955-72 immer wieder an der Staatsoper von Wien, u.a. als Don Giovanni, als Landgraf im »Tannhäuser« und als Doktor im »Wozzeck« von A. Berg, den er auch 1963 an der Pariser Grand Opéra vortrug. Weitere Gastspiele am Théâtre de la Monnaie Brüssel (1963), am Teatro Colón Buenos Aires (1967 im Nibelungenring), an den Staatsopern von Hamburg und Stuttgart, an der Deutschen Oper Berlin und bereits 1955 an der Covent Garden Oper London (als Sarastro in der »Zauberflöte«). Noch 1995 trat er an der Münchner Staatsoper in der zeitgenössischen Oper »Das Schloß« von A. Reimann auf. - Voluminöse, ausdrucksgewaltige Baßstimme, in Opernpartien, im Oratorium (Bach, Händel) wie im Lied gleich bedeutend. Auf der Bühne trat er in mehr als 60 großen Partien auf, darunter als Graf in »Figaros Hochzeit«, als Rocco im »Fidelio«, als Marke im »Tristan«, als Hunding in der »Walküre«, als Tommaso in »Tiefland« von E. d'Albert, als La Roche im »Capriccio« von R. Strauss, als Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos«, als Sultan in »Il Turco in Italia« von Rossini, als Enrico in »Anna Bolena« von Donizetti, als Ramphis in »Aida«, als Titelheld in »Herzog Blaubarts Burg« von B. Bartók, als Warlaam im »Boris Godunow«, als Dosifey in »Khovantchina« von Mussorgsky, als Mephisto im »Faust« von Gounod, als Mittenhofer in »Elegie für junge Liebende« von H.W. Henze und als Wesener in »Die Soldaten« von B.A. Zimmermann. - Verheiratet mit der Schauspielerin Erika Berghöfer (* 1928 Wien).

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999

Pitch of voice:
Baß

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1958 Lohengrin Heinrich der Vogler



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