Bayreuther Festspiele

Portraitfoto William Olvis (1965)
Portraitfoto William Olvis (1965)

William Olvis

* 12.02.1928 in Hollywood, CA, USA
† 27.11.1998 in Redlands, CA, USA

Er sang zu Beginn seiner Karriere am Colonial Theatre Boston in der Uraufführung von L. Bernsteins »Candide« die Rolle des Governors (29.10.1956) und erschien 1957 an der City Centre Opera New York in einer kleinen Partie in Lehárs »Lustiger Witwe«. Bereits in der Spielzeit 1958-59 kam es zu seinem Debüt an der Metropolitan Oper New York als 2. Priester in der »Zauberflöte«. Er trat an diesem Haus bis 1963 und nochmals in den Jahren 1966-68 auf. Anfangs sang er dort kleinere Partien, wurde aber bald im deutschen und im italienischen Repertoire in großen Rollen eingesetzt: als Steuermann im »Fliegenden Holländer«, als Narraboth in »Salome« von R. Strauss, als Ismaele in Verdis »Nabucco«, als Malcolm in »Macbeth« vom gleichen Meister, als Radames in »Aida«, als José in »Carmen« und als Pinkerton in »Madame Butterfly«. Während dieser Zeit gastierte er an weiteren Opernhäusern in den USA, so 1961 in Boston. 1963-66 war er dann Mitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg und schloß Gastverträge mit der Staatsoper Hamburg und dem Staatstheater Karlsruhe ab. Auch hier sang er Partien aus der deutschen und der italienischen Opernliteratur, darunter den Jacopo Foscari in Verdis »I due Foscari«, den Gabriele Adorno in »Simon Boccanegra«, den Titelhelden im »Don Carlos«, den Turiddu in »Cavalleria rusticana«, den Cavaradossi in »Tosca«, den Kalaf in Puccinis »Turandot«, den Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, den Kaiser in der »Frau ohne Schatten«, den Erik im »Fliegenden Holländer« und den Eisenstein in der »Fledermaus«. Er gastierte 1964 und 1965 am Opernhaus von Straßburg, 1965 an der Oper von Bordeaux (als José in »Carmen«), 1966 an der Deutschen Oper Berlin. Bei den Festspielen von Bayreuth wirkte er 1965 als Erik im »Fliegenden Holländer« und als Froh im »Rheingold« mit. Nachdem man einige Jahre hindurch kaum etwas von ihm gehört hatte, kam er für die Jahre 1971-74, jetzt aber als Bariton, an das Theater im Revier in Gelsenkirchen, wo er u.a. den Tonio im »Bajazzo« und die vier Dämonen in »Hoffmanns Erzählungen« sang. 1988 hörte man ihn nochmals bei der Long Beach Opera als Jupiter in Monteverdis »Ritorno d'Ulisse in patria« (also wieder in einer Tenorpartie). Ergänzend sind aus seinem Repertoire noch der Dimitrij im »Boris Godunow«, der Cassio in Verdis »Othello«, der Barinkay im »Zigeunerbaron« (den er auch an der Metropolitan Oper gesungen hat) und der Apollo in »Alceste« von Gluck zu nennen.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Tenor/Bariton

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1965 Das Rheingold Froh
1965 Der fliegende Holländer Erik



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