Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Niels Moeller (1961)
Portraitfoto Niels Moeller (1961)
Portraitfoto Niels Moeller (1961) <p><b>Niels Moeller als Melot</b>. Tristan und Isolde (Inszenierung von Wieland Wagner 1962-1970)</p>

Niels Moeller

* 04.09.1922 in Gørlev, Dänemark
† 16.12.1995

Bis 1942 absolvierte er eine Handelslehre, studierte dann 1942-46 bei Anders Brems in Kopenhagen und anschließend bei Annemarie Martensen Gesang. Seit 1947 besuchte er auch die Königliche Opernschule Kopenhagen. 1953 debütierte er - als Bariton - in Kopenhagen in der Partie des Figaro in Rossinis »Barbier von Sevilla«. Weitere Baritonpartien, die er dort sang, waren der Renato in Verdis »Ballo in maschera«, der Dandini in »La Cenerentola« von Rossini und der Tarquinius in »The Rape of Lucretia« von Benjamin Britten. Nachdem sich zeigte, daß er eigentlich eine Tenorstimme besaß und nach nochmaliger Umschulung durch Annemarie Martensen debütierte er als Tenor 1959 an der Königlichen Oper Kopenhagen, deren Mitglied er während seiner gesamten Karriere 1953-75 war, als Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. 1962 sang er bei den Festspielen von Bayreuth einen Gralsritter im »Parsifal«, 1962 und 1964 den Melot im »Tristan«, 1965 den Erik im »Fliegenden Holländer«. Weitere erfolgreiche Gastspiele am Théâtre de la Monnaie Brüssel (1964-67), an der Staatsoper von Wien (1966), in Oslo (1966) und Amsterdam (1967 und 1968 als Herodes in »Salome« von R. Strauss), am Grand Théâtre Genf (1967), am Teatro Fenice Venedig (1969 und 1971), am Teatro Liceo Barcelona (1968), am Teatro San Carlos Lissabon (1972) und an der Oper von Bordeaux (1968). Als Tenor übernahm er Partien aus dem heldischen Fach wie den Florestan im »Fidelio«, den Tannhäuser, den José in »Carmen«, den Herodes in »Salome« und den Ägisth in »Elektra« von R. Strauss, den Schuiskij im »Boris Godunow«, den Tambourmajor in »Wozzeck« von A. Berg und den Zeus in »Il ritorno d'Ulisse in patria« von Monteverdi. 1960 sang er in Kopenhagen in der Uraufführung der Oper »Macbeth« von H. Koppel die Titelpartie. Sehr erfolgreich war er als Konzert- und Oratoriensänger in einem umfangreichen Repertoire. 1975 nahm er als Herodes in »Salome« von R. Strauss in Kopenhagen seinen Bühnenabschied und war dann in den Jahren 1978-83 Direktor der Kopenhagener Oper. Auch seine Gattin hatte unter dem Namen Helmi Ewald eine erfolgreiche Bühnen- und Konzertkarriere.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Bariton/Tenor

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1965 Der fliegende Holländer Erik
1964 Tristan und Isolde Melot
1962 Lohengrin 1. Edler
1962 Tristan und Isolde Melot
1962 Parsifal 1. Gralsritter
1961 Parsifal 1. Gralsritter



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