Bayreuther Festspiele

Portraitfoto David Ward (1960)
Portraitfoto David Ward (1960)

David Ward

* 03.07.1922 in Dumbarton, Schottland
† 16.7.1983 in Dunedin, Neuseeland

Er war zunächst Volksschullehrer in Sheffield. Dann ließ er seine Stimme am Royal College of Music in London durch Clive Carey ausbilden. Weitere Ausbildung durch Hans Hotter in München. 1952 trat er dem Chor der Sadler's Wells Opera bei, und schon 1953 wurde er als erster Bassist in das Ensemble übernommen (Debüt als Old Bard in »The Immortal Hour« von Boughton). Seine erste große Partie war hier der Graf Walter in Verdis »Luisa Miller«. Er trat dort bis 1959 u.a. als Mephisto im »Faust« von Gounod, als Daland im »Fliegenden Holländer« wie als Landgraf im »Tannhäuser« auf und wirkte 1953 in der Uraufführung der Oper »Nelson« von Lennox Berkeley mit. 1954 übernahm er beim Aldeburgh Festival das Baß- Solo in der Johannespassion von J.S. Bach, wie er denn allgemein als großer Bach- und Händel-Sänger galt. 1958 sang er in Glyndebourne in »The Rake's Progress« von Strawinsky, 1960 ebenfalls dort den Lord Walton in »I Puritani« von Bellini, beim Festival von Edinburgh in »Luisa Miller« von Verdi. 1958 trat er in seiner ersten Wagner-Partie, dem Fliegenden Holländer, vor das Londoner Opernpublikum und entwickelte sich bald zum Wagner-Spezialisten. 1960 gastierte er an den Opern von Frankfurt a.M. und Hamburg als Hunding in der »Walküre«. Er wirkte auch bei den Festspielen von Bayreuth mit, und zwar 1960 als Titurel im »Parsifal«, 1961 als Fasolt im »Rheingold«, als Nachtwächter in den »Meistersingern« und als einer der Ritter im »Parsifal«. Seit 1960 trat er an der Covent Garden Oper London auf (Antrittsrolle: Pogner in den »Meistersingern«). Hier sang er vor allem Wagner- und Verdi-Partien, aber auch 1961 den Morosus in der englischen Premiere der »Schweigsamen Frau« von R. Strauss, den Golo in »Pelléas et Mélisande« und den Iwan Khovansky in »Khovantchina« von Mussorgsky, 1963 folgte er einem Ruf an die Metropolitan Oper New York. (Antrittsrolle: Sarastro in der »Zauberflöte«). Er gastierte am Teatro Colón Buenos Aires, an der Staatsoper Wien, an der Mailänder Scala, am Teatro San Carlos Lissabon (1967), an den Opern von Chicago, Mexico City, New Orleans und San Francisco. Am Teatro Colón Buenos Aires war er als Wotan im Nibelungenring zu hören. Allein in einem Jahr, 1957, wirkte er in fünf verschiedenen vollständigen Aufführungen des Nibelungenrings mit. Man schätzte auf der Bühne die Fülle seines Stimmmaterials wie die aistokratische Würde seines Vortrags, vor allem in der Partie des Wotan.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999

Pitch of voice:
Baß-Bariton

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1961 Das Rheingold Fasolt
1961 Parsifal 2. Gralsritter
1960 Parsifal Titurel



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