Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Anna Silja
Portraitfoto Anna Silja
Portraitfoto Anna Silja <b>Anja Silja als Freia</b>. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wieland Wagner 1965 – 1969) <b>Anja Silja als Venus</b>. Tannhäuser (Inszenierung von Wieland Wagner 1961 – 1967)
<b>Anja Silja als Eva</b>. Die Meistersinger von Nürnberg (Inszenierung von Wieland Wagner  1963 – 1964) <b>Anja Silja als Elsa</b>. Lohengrin (Inszenierung von Wieland Wagner 1958 – 1962) <b>Anja Silja als Elisabeth</b>. Tannhäuser (Inszenierung von Wieland Wagner 1961 – 1967)
<b>Anna Silja als Senta 1960.</b> Der Fliegende Holländer (Inszenierung von Wieland Wagner 1959 - 1965)

Anja Silja

Ihr eigentlicher Name lautet Anja Silja Regina Langwagen. Beide Eltern waren Schauspieler; die stimmliche Begabung des Kindes wurde durch den Großvater Egon van Rijn erkannt, der auch ihre Ausbildung einleitete. Mit acht Jahren begann sie ihr Gesangstudium, mit zehn gab sie 1950 im Berliner Titania-Palast ein Konzert, dem ein weiteres in Hamburg folgte. Mit 15 Jahren trat sie mit Liederabenden vor die Öffentlichkeit. 1956 erfolgte ihr Bühnendebüt am Staatstheater Braunschweig als Rosina im »Barbier von Sevilla«. Über die Städtische Oper Berlin kam sie 1958 an die Stuttgarter Staatsoper, 1959 an die Oper von Frankfurt a.M. 1959 sang sie bei den Festspielen von Aix-en-Provence die Königin der Nacht in der »Zauberflöte«. 1966 bei den Festspielen von Edinburgh als Titelfigur in »Lulu« von A. Berg bewundert. Gastspiele in Wien, Hamburg und Paris (u.a. 1958 als Marie in »Wozzeck« von A. Berg) schlossen sich an. Ihre größten Erfolge hatte sie bei den Festspielen von Bayreuth, wo sie durch Wieland Wagner in großen Aufgaben herausgestellt wurde. In Bayreuth sang sie 1960-61 und 1965 die Senta im »Fliegenden Holländer«, 1962 die Elsa im »Lohengrin«, 1962 und 1966-67 die Elisabeth, 1964-66 die Venus im »Tannhäuser«, 1963-64 die Eva in den »Meistersingern«, 1965-67 die Freia und die 3. Norn, 1966-67 den Waldvogel im »Siegfried« und 1961-67 eins der Blumenmädchen im »Parsifal«. Bei den Salzburger Festspielen wirkte sie 1971-72 als Marie im »Wozzeck« und 1978 in einem Konzert mit Werken von A. Schönberg mit. Seit 1965 wieder Mitglied der Staatsoper Stuttgart; hier vor allem als Salome und als Lulu in A. Bergs gleichnamiger Oper erfolgreich. Dazu war sie ständig dem Opernhaus von Frankfurt a.M. verbunden. Sie sang 1968 bei ihrem Nordamerika-Debüt an der Oper von Chicago die Senta, 1969 an der Covent Garden Oper London die Leonore im »Fidelio«, 1970 die Cassandra in »Les Troyens« von Berlioz, 1972 die Senta, 1975 die Marie im »Wozzeck«, eine weitere Glanzrolle der Künstlerin. In der Spielzeit 1971-72 war sie an der New Yorker Metropolitan Oper engagiert, wo sie im Februar 1972 als Leonore im »Fidelio« debütierte und in der gleichen Spielzeit die Salome und die Marie im »Wozzeck« vortrug. Sie sang 1976 an der Staatsoper Wien in der Uraufführung der Oper »Kabale und Liebe« von G. von Einem die Partie der Luise. Seit 1974 Mitglied der Staatsoper von Hamburg, an der sie 1960-69 regelmäßig gastiert hatte. 1985 trat sie an der Grand Opéra Paris als Marie im »Wozzeck« auf, 1987 am Théâtre de la Monnaie Brüssel als Lady Macbeth in Verdis »Macbeth« und als Küsterin in »Jenufa« von Janácek, 1988 als Grete in »Der ferne Klang« von Fr. Schreker. Bei den Festspielen von Glyndebourne sang sie 1989 und 1992 die Küsterin in »Jenufa«, 1995 die Emilia Marty in »Die Sache Makropoulos« von Janácek (die sie 1986 auch an der Oper von Boston übernahm). 1989 hörte man sie an der San Francisco Opera, 1994 am Théâtre Châtelet Paris als Amme in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss, 1992 am Opernhaus von Leipzig als Elektra in der gleichnamigen Oper dieses Komponisten. 1994 gastierte sie an der Wiener Volksoper in Prokofieffs »Ange de feu«, 1995 an der Covent Garden Oper als Herodias in »Salome«, 1995 in Frankfurt a.M. und 1996 am Théâtre Châtelet Paris sowie am Nationaltheater in Prag einmal mehr als Küsterin in »Jenufa«. Sie betätigte sich auch als Regisseurin, u.a. 1990 in Brüssel. Verheiratet mit dem Dirigenten und Direktor der Hamburger Oper Christoph von Dohnányi (* 1929).

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Sopran

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1967 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1967 Siegfried Waldvogel
1967 Götterdämmerung 3. Norn
1967 Das Rheingold Freia
1967 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
1966 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1966 Siegfried Waldvogel
1966 Götterdämmerung 3. Norn
1966 Das Rheingold Freia
1966 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
1966 Tannhäuser Venus
1965 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1965 Götterdämmerung 3. Norn
1965 Das Rheingold Freia
1965 Tannhäuser Venus
1965 Der fliegende Holländer Senta
1964 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1964 Die Meistersinger von Nürnberg Eva, Pogners Tochter
1964 Tannhäuser Venus
1963 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1963 Die Meistersinger von Nürnberg Eva, Pogners Tochter
1962 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
1962 Lohengrin Elsa von Brabant
1962 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1961 Der fliegende Holländer Senta
1961 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1960 Der fliegende Holländer Senta



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