Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Gré Brouwenstijn (1956)
Portraitfoto Gré Brouwenstijn (1956)
Portraitfoto Gré Brouwenstijn (1956) <b>Gré Brouwenstijn als Elisabeth</b>. Tannhäuser (Inszenierung von Wieland Wagner 1961 – 1967) <b> Gré Brouwenstijn als Sieglinde.</b>  Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wieland Wagner 1951 - 1958)
<b> Gré Brouwenstijn als Gutrune.</b> Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wieland Wagner 1951 - 1958) <b> Gré Brouwenstijn als Elisabeth. </b> Tannhäuser (Inszenierung von Wieland Wagner 1954 - 1955)

Gré van Brouwenstijn

* 26.08.1915 in Den Helder, Holland
† 14.12.1999 in Amsterdam

Ausbildung am Amsterdamer Muzieklyceum bei Jaap Stroomenbergh, dann bei Boris Pelsky und Ruth Horna. Debüt 1940 als eine der drei Damen in Mozarts »Zauberflöte« in Amsterdam. Während des Zweiten Weltkrieges war sie hauptsächlich als Konzertsängerin tätig. Sie kam 1946 an die Niederländische Oper Amsterdam (Debüt als Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«), deren Mitglied sie geblieben ist. Erster großer Erfolg 1946 als Tosca, vor allem aber 1949 als Leonore im »Fidelio«, seither eine ihrer Glanzrollen. Beim Holland Festival 1950 als Rezia im »Oberon« von Weber gefeiert. Während vieler Jahre stand sie im Mittelpunkt dieses Festivals, bei dem sie auch als Leonore im »Troubadour« (1949), als Donna Anna im »Don Giovanni«, als Amelia in Verdis »Ballo in maschera«, als Gräfin in »Nozze di Figaro«, als Jenufa von Janácek, als Iphigénie in Glucks »Iphigénie en Tauride«, als Desdemona im »Othello« und als Leonore in »La forza del destino« von Verdi, als Senta im »Fliegenden Holländer« und natürlich als Leonore im »Fidelio« auftrat. Durch Gastspiele wurde die Künstlerin international berühmt. 1951-64 gastierte sie regelmäßig an der Covent Garden Oper London (Antrittspartie: Aida), seit 1956 bis 1964 an der Wiener Staatsoper. 1959-60 an den Opern von Chicago und San Francisco, 1958 und 1960 am Teatro Colón von Buenos Aires zu Gast. In Chicago sang sie 1959 in der Premiere von Janáceks »Jenufa« die Titelheldin. Bei den Bayreuther Festspielen 1954-56 als Elisabeth im »Tannhäuser«, als Sieglinde (1956), als Freia (1956) und als Gutrune (1955-56) im Ring-Zyklus bewundert, 1956 auch als Eva in den »Meistersingern«. 1954 sang sie in Bayreuth das Sopransolo in Beethovens 9.Sinfonie unter Wilhelm Furtwängler. 1959, 1961 und 1963 wirkte sie bei den Festspielen von Glyndebourne als Leonore im »Fidelio« mit. Sie sang in der berühmten Inszenierung des »Fidelio« durch Wieland Wagner an der Stuttgarter Staatsoper 1956 und dann an der Grand Opéra Paris wiederum die Titelpartie. Sie nahm 1971 in Amsterdam als Leonore im »Fidelio« Abschied von der Bühne. 1948-52 mit dem holländischen Tenor Jan van Mantgem (* 1903) verheiratet. Sie sang auch unter dem Namen Gré Brouwenstijn-van Swol. - Ausdrucksstarke, tief musikalische Sopranstimme, die sowohl im französischen und italienischen als namentlich im Wagner-Repertoire Vortreffliches leistete. - Ihre Autobiographie erschien unter dem Titel »Gré Brouwenstijn met en zonder Make-up« (Amsterdam, 1971).

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Sopran

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1965 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
1956 Die Meistersinger von Nürnberg Eva, Pogners Tochter
1956 Götterdämmerung Gutrune
1956 Die Walküre Sieglinde
1956 Das Rheingold Freia
1955 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
1955 Götterdämmerung Gutrune
1954 IX. Symphonie Sopran
1954 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen



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