Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Ingvar Wixell
Portraitfoto Ingvar Wixell
Portraitfoto Ingvar Wixell <b> Ingvar Wixell als Heerrufer.</b> Lohengrin (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1967 - 1972)

Ingvar Wixell

Nach seiner Ausbildung durch Dagmar Gustafsson an der Musikakademie in Stockholm debütierte er 1952 in der schwedischen Stadt Gävle. Anfänglich wandte er sich mehr dem Konzertgesang und dem Unterhaltungslied zu. So erschien er 1956 im Eurovisionswettbewerb in Neapel mit dem Walzerlied »Annorstades Vals«. Offizielles Bühnendebüt 1955 am Rikstheater Stockholm als Papageno in der »Zauberflöte«. Er wurde dann 1956 Mitglied der Königlichen Oper Stockholm (Debüt als Silvio im »Bajazzo«), zu deren prominentesten Künstlern er bald gehörte. 1956 wirkte er dort in der Uraufführung von Hilding Rosenbergs Oper »Porträttet« mit. 1962 erregte er beim Festival von Glyndebourne als Guglielmo in »Così fan tutte« Aufsehen. Durch einen Gastspielvertrag war er seit 1967 dem Deutschen Opernhaus Berlin verbunden. Regelmäßig war er an der Stuttgarter Staatsoper zu Gast. Seine internationale Karriere entwickelte sich schnell. 1967 gastierte er an der Oper von Chicago als Belcore in »Elisir d'amore« von Donizetti. Er gastierte dann an der Mailänder Scala und an der Covent Garden Oper London. Dort erschien er 1960 (mit dem Stockholmer Ensemble) in »Alcina« von Händel, 1972 als Simon Boccanegra, 1973 als Scarpia, 1977 als Belcore und als Mandryka in »Arabella«. Bei den Festspielen von Salzburg hörte man ihn 1966-69 als Grafen in »Figaros Hochzeit« und als Pizarro im »Fidelio«. Auch bei den Bayreuther Festspielen ist er aufgetreten (1971 Heerrufer im »Lohengrin«). 1970 gastierte er an der Hamburger Staatsoper als Rigoletto und als Scarpia in Puccinis »Tosca«. 1973 an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittsrolle: Rigoletto), wo er seither auch als Germont-père in »La Traviata«, als Renato in Verdis »Ballo in maschera«, als Amonasro, als Simon Boccanegra von Verdi, als Scarpia in »Tosca« und als Marcello in »La Bohème« auftrat. Eine weltweite Gastspieltätigkeit gab seiner weiteren Karriere das Gepräge. 1987 sang er an der Oper von HoustonTexas den Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, 1988 in der Eröffnungsvorstellung des dort neu erbauten Opernhauses den Amonasro. Diese Partie trug er auch 1989 bei den Festspielen in den römischen Thermen des Caracalla vor, bei den Festspielen von Wiesbaden des gleichen Jahres den Rigoletto, 1992 in Barcelona den Belcore in »Elisir d'amore«. Er war auch ein bekannter Konzert- und vor allem Liedersänger, dazu galt er auf der Bühne als mitreißender Darsteller. 1973 wurde er zum schwedischen Hofsänger ernannt, 1978 mit dem Orden »Litteris et artibus« dekoriert, 1980 Mitglied der Schwedischen Musikakademie Stockholm.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Bariton

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1971 Lohengrin Der Heerrufer des Königs



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