Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Ortrun Wenkel (1976)
Portraitfoto Ortrun Wenkel (1976)
Portraitfoto Ortrun Wenkel (1976) <b> Ortrun Wenkel als Erda.</b> Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Patrice Chéreau 1976 - 1980) <b> Ortrun Wenkel als Erda.</b> Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Patrice Chéreau 1976 - 1980)

Ortrun Wenkel

Ausbildung an der Franz Liszt-Musikhochschule in Weimar, an der Musikhochschule in Frankfurt a.M. bei Paul Lohmann und durch Elsa Cavelti. Sie begann ihre Karriere 1964 als Konzert- und Oratorienaltistin. Sie widmete sich vor allem dem barocken Musikschaffen und wirkte bei großen internationalen Festspielveranstaltungen mit (English Bach Festival, Festival du Marais, Festival von Flandern, Holland Festival). Sie entschloß sich dann jedoch auch zu einer Bühnenkarriere. 1971 Bühnendebüt am Stadttheater von Heidelberg als Titelheld im »Orpheus« von Gluck. Sie sang in der Folgezeit an den Staatsopern von Stuttgart und München (seit 1975 Ensemblemitglied dieses Hauses), bei den Bayreuther Festspielen, an den Opernhäusern von Wiesbaden und Köln. 1976-80 gestaltete sie in Bayreuth Partien wie die Erda und die 1. Norn im Nibelungenring, 1979 auch die Schwertleite in der »Walküre« und 1975-76 das Alt-Solo im »Parsifal«. Bei den Salzburger Festspielen übernahm sie 1977-78 die Partie der Madre in »Il Sant' Alessio« von Stefano Landi. 1988 gastierte sie am Théâtre des Champs-Élysées Paris, 1990 am Staatstheater Wiesbaden als Erda, 1988-89 trat sie beim Spoleto Festival als Herodias in »Salome« von R. Strauss auf, 1989 an der Miami Opera als Fricka, 1991 am Smetana-Theater Prag als Adriano in Wagners »Rienzi«. An der Staatsoper Stuttgart trug sie 1988 die Partie der Beroë in der zeitgenössischen Oper »Die Bassariden« von H.W. Henze vor, 1992 in Wiesbaden die Magdalena im »Evangelimann« von W. Kienzl, 1993-94 die Erda im »Siegfried«, am Opernhaus von Essen 1995 die Fricka in der »Walküre«. Weiter gastierte sie von ihrem Wohnsitz Heidelberg aus in Karlsruhe (u.a. in den Aufführungen des Nibelungenrings in den neunziger Jahren), in Basel, Genf und Amsterdam und ging einer umfangreichen Konzertkarriere nach. So gab sie 1983 Konzerte in Wien, Graz, Paris und San Francisco. Auf der Bühne bewunderte man vor allem ihre Gestaltung von Partien in Barock-Opern (Händel, Gluck, Monteverdi), aber auch ihre Erda im Ring-Zyklus, ihre Azucena im »Troubadour«, ihren Orpheus von Gluck und ihre Olga im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Alt

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1980 Siegfried Erda
1980 Götterdämmerung 1. Norn
1980 Das Rheingold Erda
1979 Götterdämmerung 1. Norn
1979 Siegfried Erda
1979 Das Rheingold Erda
1978 Götterdämmerung 1. Norn
1978 Siegfried Erda
1978 Das Rheingold Erda
1976 Parsifal Altsolo
1976 Götterdämmerung 1. Norn
1976 Siegfried Erda
1976 Das Rheingold Erda
1975 Parsifal Altsolo
1975 Die Walküre Schwertleite



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