Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Eva Marton
Portraitfoto Eva Marton
Portraitfoto Eva Marton <b> Eva Marton als Venus. </b> Tannhäuser (Inszenierung von Götz Friedrich 1972 -1978) <b> Eva Marton als Elisabeth.</b> Tannhäuser (Inszenierung von Götz Friedrich 1972 -1978)

Eva Marton

Eigentlicher Name Eva Heinrich; verheiratet mit dem Chirurgen Zoltan Marton. Ausbildung durch Endre Rösler und Jenö Sipos in Budapest. Nach ihrem Debüt 1968 an der Nationaloper Budapest als Königin von Shemakan in »Le Coq d'or« von Rimsky-Korssakow sang sie dort u.a. die Tosca, die Titelrolle in »Rodelinda« von Händel, die Gräfin in »Nozze di Figaro« und die Tatjana im »Eugen Onegin«. 1972-76 war sie Mitglied des Opernhauses von Frankfurt a.M. 1972 gastierte sie beim Maggio musicale Florenz als Mathilde in Rossinis »Wilhelm Tell«, ebenfalls 1972 am Théâtre de la Monnaie Brüssel als Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, 1974 in München als Donna Elvira im »Don Giovanni«. 1973 debütierte sie an der Wiener Staatsoper als Tosca und blieb diesem Haus vertraglich verbunden. 1975 war sie an der Deutschen Oper Berlin und am Opernhaus von Zürich (als Eva in den »Meistersingern«) zu Gast. 1978 sang sie an der Mailänder Scala als erste Partie die Leonore im »Troubadour«. Bei den Festspielen von Bayreuth übernahm sie 1977-78 die Elisabeth wie die Venus im »Tannhäuser« aks Doppelrolle. Bei den Salzburger Festspielen war sie 1982-83 als Leonore im »Fidelio«, 1989 als Elektra von R. Strauss und 1992 als Färbersfrau in der »Frau ohne Schatten« vom gleichen Komponisten anzutreffen. 1976 sang sie an der Metropolitan Oper New York als Antrittsrolle die Eva in den »Meistersingern«. Ihre größten Erfolge hatte sie an diesem Haus 1982 als La Gioconda von Ponchielli und 1984 als Ortrud im »Lohengrin«. Sie sang in einer langen Karriere dort als weitere Partien die Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, die Elisabeth im »Tannhäuser«, die Elsa im »Lohengrin«, die Leonore im »Fidelio« und die Turandot. 1986 eregte sie an der Metropolitan Oper großes Aufsehen, als sie dort während einer Vorstellung von »Tosca« eine Kieferverletzung erlitt und dennoch die Vorstellung fortsetzte. 1979 gastierte sie am Teatro Colón als Kaiserin in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss, die sie dann auch 1982 an der Metropolitan Oper und 1986 an der Mailänder Scala vortrug. 1987 Debüt an der Covent Garden Oper London als Turandot, eine Partie, die sie auch 1983 an der Wiener Staatsoper, 1983-84 an den Opern von Boston und HoustonTexas, 1986 in den Thermen des Caracalla in Rom und 1988 in der Arena von Verona sang. 1985 übernahm sie an der Oper von San Francisco, 1996 an der Chicago Opera die Brünnhilde in einer vollständigen Ring-Aufführung, 1989 an der Staatsoper von München die Titelrolle in »La Wally« von Catalani. 1989 sang sie der Covent Garden Oper London, 1990 an der Staatsoper von Stuttgart und am Opernhaus von Antwerpen die Elektra von R. Strauss, 1991 an der Wiener Staatsoper die Salome vom gleichen Komponisten, 1993 in Budapest die Gertrudis in »Bánk Bán« von F. Erkel, an der Oper von San Francisco die Turandot von Puccini, die sie auch 1995 in der Arena von Verona vortrug, 1996 bei den Festspielen von Wiesbaden die Tosca. Als Konzertsängerin kam sie zu der gleichen großen internationalen Karriere wie auf der Bühne. Sie ging ihrer weltweiten Karriere von ihrem Wohnsitz Hamburg aus nach. 1989 wurde sie mit der höchsten Auszeichnung der Ungarischen Republik, dem Stern in Gold, dekoriert.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Sopran

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1978 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
1978 Tannhäuser Venus
1977 Tannhäuser Elisabeth, Nichte des Landgrafen
1977 Tannhäuser Venus



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