Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Jean Madeira (1956)
Portraitfoto Jean Madeira (1956)
Portraitfoto Jean Madeira (1956) <b>Jean Madeira als Erda</b>. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wieland Wagner 1965 – 1969) <b> Jean Madeira als Waltraute. </b> Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wieland Wagner 1951 - 1958)
<b> Jean Madeira als Erda. </b> Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wieland Wagner 1951 - 1958)

Jean Madeira

* 14.11.1918 in Centralia (Illinois), USA
† 10.07.1972 in Providence (RH), USA

Eigentlicher Name Jean Browning. Sie studierte in St. Louis, New York und Wien Klavierspiel und Gesang in der Absicht Pianistin zu werden. Mit 15 Jahren gab sie ein Klavierkonzert mit dem St. Louis Symphony Orchestra. 1943 sang sie bereits in Chautauqua in einer Aufführung von Flotows »Martha« die Rolle der Nancy. Sie unternahm dann Tourneen mit der San Carlo Opera Company in den USA. 1948 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York als erste Norn in der »Götterdämmerung«. Sie blieb seitdem bis 1971 Mitglied diese Hauses, an dem sie als Carmen, als Erda im Nibelungenring und als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss ihre größten Erfolge hatte. Insgesamt ist sie an der Metropolitan Oper in rund 300 Vorstellungen aufgetreten. Zu einer großen Karriere kam die Sängerin, die seit 1947 mit dem Dirigenten Francis Madeira verheiratet war, in Europa, wo sie seit 1954 auftrat. 1955-62 war sie Mitglied der Staatsoper von Wien; sie gastierte an der Mailänder Scala, an der Covent Garden Oper London und 1965-71 ständig an der Bayerischen Staatsoper München. 1954 sang sie in Stockholm die Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns. Bei den Festspielen von Bayreuth wirkte sie als Erda (1956, 1967), als Roßweiße (1956), als Waltraute (1956, 1958) und als erste Norn (1956, 1967) im Nibelungenring mit. Bei den Salzburger Festspielen hörte man sie 1955 als Silla in »Palestrina« von H. Pfitzner, 1957 als Klytämnestra in »Elektra« und seit 1954 mehrfach in Konzerten. 1962 wirkte sie bei der Einweihung der New Yorker Philharmonic Hall in einer Aufführung von de Fallas »Atlantida« mit. Bei den Festspielen von Schwetzingen gastierte sie 1966 in der Oper »Armida« von Gluck. Am 29.9.1968 sang sie an der Deutschen Oper Berlin in der Uraufführung der Oper »Ulisse« von Dallapiccola die Partie der Circe. Als ihre große Glanzrolle galt die Carmen, die sie 1954 auf Puerto Rico, dann in Wien, Aix-en-Provence, München und 1955 an der Covent Garden Oper London vortrug. Neben ihrer großen Karriere auf der Bühne kam eine nicht weniger erfolgreiche Karriere im Konzertsaal zustande.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999

Pitch of voice:
Alt

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1967 Siegfried Erda
1967 Götterdämmerung 1. Norn
1967 Das Rheingold Erda
1958 Götterdämmerung Waltraute
1958 Götterdämmerung 1. Norn
1956 Götterdämmerung Waltraute
1956 Götterdämmerung 1. Norn
1956 Siegfried Erda
1956 Die Walküre Rossweisse
1956 Das Rheingold Erda



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