Bayreuther Festspiele

Portraitfoto René Kollo
Portraitfoto René Kollo
Portraitfoto René Kollo <b>René Kollo als Tristan</b>. Tristan und Isolde (Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle 1981 – 1987) <b> René Kollo als Parsifal.</b> Parsifal (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1975 - 1981)
<b> René Kollo als Siegfried. </b> Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Patrice Chéreau 1976 - 1980) <b> René Kollo als Parsifal. </b> Parsifal (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1975 - 1981) <b> René Kollo als Walther von Stolzing. </b>Die Meistersinger von Nürnberg (Inszenierung von Wolfgang Wagner  1968 -1976)
<b> René Kollo als Lohengrin. </b> Lohengrin (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1967 - 1972) <b> René Kollo als Froh. </b> Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1970 - 1975) <b> René Kollo als Erik.</b> Der Fliegende Holländer (Inszenierung von August Everding 1969 - 1971)

René Kollo

* 20.11.1937 in Berlin

Er hieß eigentlich René Kollodzievsky und war ein Enkel des Operettenkomponisten Walter Kollo (1883-1940). Sein Vater, Willi Kollo (1904-88) schrieb ebenfalls Operetten- und Unterhaltungsmusik. Auch René Kollo betätigte sich zunächst als Unterhaltungs- und Schlagersänger, entschloß sich dann aber zu einem gründlichen Gesangstudium. Nachdem er einige Jahre in Berlin, vor allem bei Elsa Varena, studiert hatte, debütierte er 1965 als Anfänger am Staatstheater von Braunschweig. 1967 kam er an die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, wo er sich zum lyrischen, schließlich zum Helden- und Wagner-Tenor, entwickelte. 1969 trat er erstmalig bei den Bayreuther Festspielen in Erscheinung, als er dort den Steuermann im »Fliegenden Holländer« und den Kunz Vogelsang in den »Meistersingern« sang. Er stand für viele Jahre nun im Mittelpunkt dieser Wagner-Festspiele; er sang in Bayreuth 1970 den Erik im »Fliegenden Holländer«, 1971-72 den Lohengrin, 1975-77 den Parsifal, 1976-78 den Siegfried im Nibelungenring, 1981-82 den Tristan und 1973-74 wie 1976 den Walther von Stolzing in den »Meistersingern«. In der letztgenannten Partie hörte man ihn auch 1974 bei den Salzburger Osterfestspielen unter H. von Karajan. 1970 war er am Teatro Fenice Venedig, 1974 an der Grand Opéra Paris (als Parsifal) zu Gast. An der Mailänder Scala trat er in »Arabella« von Richard Strauss, am Teatro Comunale Bologna 1971 als Herodes in »Salome« auf. An der Staatsoper von München, an der er oft gastierte, hörte man ihn u.a. 1971 in der »Fledermaus«. Bei den Salzburger Sommerfestspielen von 1974 sang er den Tamino in der »Zauberflöte«, 1972 das Tenorsolo im »Lied von der Erde« von Gustav Mahler, 1979 das Tenorsolo in Beethovens 9. Sinfonie. Seit 1971 gastierte er regelmäßig an der Wiener Staatsoper. 1976 trat er an der Covent Garden Oper London als Siegmund, 1977 als Lohengrin und als Max im »Freischütz« auf, 1989 sang er den Siegfried bei Aufführungen des Nibelungenrings mit dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin in Washington. Den Siegfried sang er auch 1985 und 1989 an der San Francisco Opera und abermals 1990-91 in Aufführungen des Ring-Zyklus an der Covent Garden Oper London. 1976 wurde er an die Metropolitan Oper New York verpflichtet, an der er als Antrittsrolle den Lohengrin sang; 1979 hörte man ihn dort als Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. An der Grand Opéra Paris gastierte er 1985 als Tristan. 1984 sang er in der Eröffnungsvorstellung des renovierten Opernhauses von Zürich den Walther von Stolzing in den »Meistersingern«, 1988 an der Oper von Frankfurt a.M. den Othello von Verdi. 1991 hörte man ihn in München in der Titelrolle von Benjamin Brittens »Peter Grimes«, 1992 in Barcelona als Tannhäuser. 1995 übernahm er an der Deutschen Oper Berlin die Partie des Schuiskij im »Boris Godunow«, 1996 die Titelpartie in »Palestrina« von Hans Pfitzner, 1996 gastierte er am Staatstheater von Braunschweig als Parsifal. Am Berliner Metropol- Theater, dessen Intendant er 1996 wurde, trat er als Danilo in der »Lustigen Witwe« auf. Im Konzertbereich zeichnete er sich als Solist in Oratorien wie als Lied-Interpret aus. Er hatte auch eine sehr erfolgreiche Karriere als Operetten- wie als Konzertsänger und trat im deutschen Fernsehen, zum Teil in eigens für ihn ins Programm genommenen Serien, auf. 1986 inszenierte er am Staatstheater von Darmstadt Wagners »Parsifal«. In erster Ehe war er mit der dänischen Schlagersängerin Dorthe Larsen verheiratet, von der er sich 1976 jedoch trennte und 1982 in zweiter Ehe die Ballettänzerin Beatrice Bouquet heiratete.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Tenor

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1982 Tristan und Isolde Tristan
1981 Tristan und Isolde Tristan
1978 Siegfried Siegfried
1977 Siegfried Siegfried
1977 Parsifal Parsifal
1976 Parsifal Parsifal
1976 Siegfried Siegfried
1976 Die Meistersinger von Nürnberg Walther von Stolzing
1975 Parsifal Parsifal
1974 Die Meistersinger von Nürnberg Walther von Stolzing
1973 Die Meistersinger von Nürnberg Walther von Stolzing
1972 Lohengrin Lohengrin
1971 Lohengrin Lohengrin
1970 Der fliegende Holländer Erik
1970 Das Rheingold Froh
1969 Die Meistersinger von Nürnberg Kunz Vogelgesang, Kürschner
1969 Der fliegende Holländer Der Steuermann



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