Bayreuther Festspiele

John Lundgren

John Lundgren ist ein dramatischer Bariton mit starker Bühnenpräsenz. Er verbindet seine kraftvolle Stimme mit feinem Gespür für das dramatische Opernrepertoire. Zu seinen wichtigen Rollen gehören berühmte Wagner-Partien wie Der Fliegende Holländer und Kurwenal und oft auch die bösen Charaktere der Opernliteratur wie Scarpia in Tosca und Pizarro in Fidelio.

Geboren und aufgewachsen in Schweden, wurde John Lundgren noch während seiner Studien an der Opera Academy Copenhagen in das Solistenensemble des dortigen Royal Theatre aufgenommen, wo er sein Debüt  als Schaunard in La Bohème unter dem Dirigenten Dietfried Bernet gab.

An seiner „Stammbühne” in Kopenhagen interpretierte er mehrere wichtige Partien des dramatischen Baritonfachs wie Paolo Albioni in Simon Boccanegra, Heerrufer in Lohengrin, Conte di Luna in Il Trovatore, Enrico Ashton in Lucia di Lammermoor, Giorgio Germont in La Traviata, Posa in Don Carlo und an der Seite von Roberto Alagna den Amonasro in der glanzvollen Eröffnungspremiere von Aida am neuen Opernhaus in Kopenhagen. Kürzlich debütierte John Lundgren in so verschienen Rollen wie Escamillo in Carmen, Scarpia in Tosca, Bergs Wozzeck, Tarquinius in Brittens The Rape of Lucretia und Kurwenal in Tristan und Isolde.

2006 sang John Lundgren die Titelpartie in Nabucco in der Openair Arena des Hedeland Theaters. An der Dänischen Nationaloper war er 2007 Pizarro in der Jonathan Miller-Produktion von Beethovens Fidelio. 2008 kehrte er dorthin zurück für sein überaus erfolgreiches Debüt in der Titelpartie von Wagners Der Fliegende Holländer. Das Teatro Pérez Galdós lud ihn 2010 ein, diese Partie auch in Las Palmas zu singen. Ausserdem gab er 2009 sein Debüt an der Tokyo Opera als Scarpia. 2011 sang er Carlo Gérard in Keith Warners Andrea Chenier-Produktion bei den Bregenzer Festspielen. Er war Jack Rance in Christof Loys Produktion von La Fanciulla del West zusammen mit Nina Stemme als Minnie an der Königlichen Oper Stockholm. Und erst kürzlich gab er ein sehr erfolgreiches Debüt als Amfortas in Parsifal, an der Bayerischen Staatsoper München sang er Barak in Frau ohne Schatten und den Prus in Die Sache Makropulos. An der Oper Leizpzig sang er den Wanderer in Siegfried.

Zeitgenössische Opern bilden ebenfalls einen wichtigen Teil seines Repertoires. 2005 sang er den anspruchsvollen Part des Prospero in Thomas Adès Oper The Tempest, die der Komponist selber dirigierte. In der Drottningholm Produktion von Cecilia and the Monkey King von Reine Jönsson interpretierte er nicht weniger als vier verschiedene Rollen.

Künftige Engagements u.a.: die Uraufführung von Notorious an der Oper in Göteborg, Wanderer in Siegfried in Leipzig, Der Fliegende Holländer in Bayreuth, Oslo und Hamburg, Jochanaan in Salome in Kopenhagen, Prus in München sowie den Ring an der Oper Stockholm.

2006 wurde John Lundgren mit dem renommierten Birgit Nilsson-Preis als einer der wenigen, in Skandinavien geborenen dramatischen Baritone seiner Generation ausgezeichnet, und 2010 ernannte ihn die dänische Königin zum „Ridder af Dannebrogordenen” (Ritter von Dannebrog).



Pitch of voice:
Bariton

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
2016 Die Walküre Wotan
2016 Der fliegende Holländer Der Holländer



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