Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Silvia Greenberg (1983)
Portraitfoto Silvia Greenberg (1983)

Sylvia Greenberg

Ihre Eltern gehörten der jüdischen Minderheit in Rumänien an; ihre Mutter war selbst Sängerin gewesen. Sie begann in Rumänien das Violoncello-Studium, wanderte dann 1964 mit ihrer Familie nach Israel aus, wo sie weiter dieses Instrument studierte. Sie absolvierte 1975-77 eine zweijährige Dienstzeit in der israelischen Armee und finanzierte schließlich ihr Gesangstudium zum Teil durch Nachtarbeit in einer Fabrik. Mit einem Stipendium der amerikanisch-israelischen Gesellschaft studierte sie dann an der Musikakademie von Tel Aviv und debütierte dort bereits in einem Konzert unter Zubin Mehta. Weitere Ausbildung im Opernstudio in Zürich durch Marc Belfort. In Zürich kam es 1977 zu ihrem eigentlichen Bühnendebüt als Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, die sie dann auch 1978 bei den Festspielen von Glyndebourne sang. Sie blieb bis 1979 am Opernhaus von Zürich, wo sie auch die Olympia in »Hoffmanns Erzählungen«, die Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss und Partien in Opern von Monteverdi übernahm. 1979-83 war sie am Deutschen Opernhaus Berlin engagiert, danach diesem wie der Staatsoper Wien durch Gastspielverträge verbunden. Sie gastierte an den Staatsopern von Hamburg (1983 als Fiakermilli in »Arabella« von R. Strauss) und München, am Opernhaus von Köln, beim Festival von Edinburgh und sang bei den Festspielen von Bayreuth 1983 den Waldvogel im »Siegfried«. 1981 hörte man sie erstmals in Nordamerika, als sie in Chicago in der »Schöpfung« von J. Haydn unter G. Solti sang; 1985 fand ihr USA-Debüt auf der Bühne an der Oper von Philadelphia (als Zerbinetta) statt. 1982 sang sie in einem Konzert vor Papst Johannes Paul II. im Vatikan. Bei den Salzburger Festspielen wirkte sie 1982-88 in vielen Mozart-Konzerten, 1984 in der Uraufführung der Oper »Un Re in ascolto« von Luciano Berio und 1990 in einer konzertanten Aufführung von J. Haydns »Orfeo ed Euridice« mit. An der Mailänder Scala sang sie als erste Partie 1985 die Königin der Nacht. 1990 trat sie am Salzburger Landestheater als Elisa in »Il Re pastore« von Mozart auf, 1990 an der Oper von Tel Aviv als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, 1991 in Pittsburgh als Adele in der »Fledermaus« und bei den Ludwigsburger Festspielen wieder als Konstanze. 1995 hörte man sie am Teatro Bellini Catania als Mélisande in »Pelléas et Mélisande«, 1996 am gleichen Theater als Konstanze, am Teatro Municipale Piacenza als Olga in Giordanos »Fedora«. Große Erfolge als Konzertsängerin in Israel wie bei Gastauftritten in aller Welt.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Sopran

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1983 Siegfried Waldvogel



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