Bayreuther Festspiele

<b>Anita Soldh als Freia</b>. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Peter Hall 1983 – 1986)
Anita Soldh als Freia. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Peter Hall 1983 – 1986)

Anita Soldh

Sie studierte an der Universität von Stockholm Mathematik und Musikologie und ließ ihre Stimme dort bei A. Collett und seit 1969 bei Erik Saedén ausbilden. 1971-72 ergänzte sie ihre Studien an der Musikakademie Stockholm, 1972-75 absolvierte sie die Opern- und Liedklasse der Wiener Musikakademie, schließlich noch Schülerin von Luigi Ricci in Rom. 1975 begann sie ihre Bühnenlaufbahn bei der Norrlands Opera, an der sie bis 1977 wirkte und u.a. die Lucretia in »The Rape of Lucretia« von B. Britten und die Gräfin in »Figaros Hochzeit« sang. Sie trat auch in Vadstena auf. 1977 folgte die Künstlerin einem Ruf an die Königliche Oper Stockholm, wo sie als Eva in den »Meistersingern« ihr Debüt hatte. Seitdem Mitglied dieses Hauses, an dem sie vor allem in lyrischen Partien hervortrat, u.a. als Elisabeth im »Tannhäuser«, als Octavian im »Rosenkavalier«, als Desdemona in Verdis »Othello«, als Donna Elvira im »Don Giovanni« und als Tatjana im »Eugen Onegin«. Konzertreisen führten sie durch die USA, nach Österreich und in die skandinavischen Hauptstädte. 1984 Gastspiel an der Oper von Brüssel als Cherubino in »Figaros Hochzeit«. Auch als Oratoriensopranistin und als Solistin in Kirchenkonzerten wurde sie bekannt. Bei den Bayreuther Festspielen 1983-84 sang sie die Freia im »Rheingold« und die Gerhilde in der »Walküre«, 1982-83 ein Blumenmädchen im »Parsifal«. Große Erfolge hatte sie bei den Festspielen im Barocktheater in Drottningholm; hier sang sie 1986-88 die Elettra in »Idomeneo« von Mozart und die Vitellia in »La clemenza di Tito«, 1990 die Königinmutter in »Gustaf Adolf och Ebba Brahe« von G.M. Vogler, 1991 die Titelrolle in der Oper »Electra« von J.Chr. Haeffner und trug damit zur Neu-Entdeckung dieser schwedischewn Barock-Opern bei. 1992 trug sie in Drottninghom die Euridice im »Orpheus« von Gluck vor. 1988 hörte man sie an der Stockholmer Oper als Senta im »Fliegenden Holländer«, 1979 in der Uraufführung der Oper »Josef« von Björn Wilho Hallberg (als Maria), 1991 in der Uraufführung der Oper »Backenterna« von Daniel Björtz. In Montreal gastierte sie 1988 als Donna Elvira im »Don Giovanni«. 1992 wurde sie zur schwedischen Hofsängerin ernannt.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Sopran

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1984 Die Walküre Gerhilde
1984 Das Rheingold Freia
1983 Parsifal Klingsors Zaubermädchen
1983 Die Walküre Gerhilde
1983 Das Rheingold Freia
1982 Parsifal Klingsors Zaubermädchen



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