Bayreuther Festspiele

<b>Barry McDaniel als Wolfram von Eschenbach</b>. Tannhäuser (Inszenierung von Wieland Wagner 1961 – 1967)
Barry McDaniel als Wolfram von Eschenbach. Tannhäuser (Inszenierung von Wieland Wagner 1961 – 1967)

Barry McDaniel

Er begann seine Ausbildung an der Juilliard Music School in New York und erhielt dann ein Fulbright-Stipendium, mit dem er an der Stuttgarter Musikhochschule sein Studium bei Alfred Paulus und Hermann Reutter beendete. 1953 gab er ein erstes Konzert in Stuttgart. 1954-55 hatte er ein Anfängerengagement in Mainz; 1957-59 war er an der Staatsoper von Stuttgart verpflichtet. 1960 kam er an das Staatstheater von Karlsruhe, 1962 wurde er an das Deutsche Opernhaus Berlin berufen, an dem er seine größten Erfolge erzielen konnte und eine über 30jährige Karriere hatte. Er sang dort ein weitläufiges Rollenrepertoire, das von Barockwerken über Mozart und die Romantiker bis zu Wagner und zeitgenössischen Komponisten reichte. Er galt als hervorragender Interpret moderner Musikwerke. So sang er in den Uraufführungen der Opern »Montezuma« von Roger Sessions (19.4.1964 Deutsche Oper Berlin), »Der junge Lord« von H.W. Henze (7.4.1965 am gleichen Haus), »Der Traum des Liu-Tung« von Isang Yun (9.9.1965 Akademie der Künste Berlin in der Titelrolle), »Amerika« von Roman Haubenstock (8.10.1966 Deutsche Oper Berlin) und bei den Schwetzinger Festspielen in der Uraufführung von »Melusine« von A. Reimann (29.4.1971), am 23.6.1976 wieder an der Deutschen Oper Berlin in »Der Tempelbrand« von Toshiro Mayuzumi. 1973 sang er mit dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin am Théâtre de la Monnaie Brüssel in der Uraufführung der Oper »Love's Labour's Lost« von N. Nabokov. Gastspiele brachten ihm an den Staatsopern von München und Wien und am Opernhaus von Frankfurt a.M. große Erfolge; an der Metropolitan Oper New York bewunderte man ihn 1972 in Aufführungen von »Pelléas et Mélisande« als Pelléas. Neben seinem Wirken auf der Bühne war er einer der führenden Konzert- und Oratoriensänger seiner Generation. Er wurde einmal als Liedersänger zum anderen als Interpret der Werke von J.S. Bach geschätzt. Fast alljährlich sang er in Amsterdam in der Matthäuspassion. Erfolgreiche Konzerte in Europa wie in den USA. 1964 trat er bei den Festspielen von Bayreuth als Wolfram im »Tannhäuser« auf, bei den Salzburger Festspielen gastierte er 1968 in »Zaide« von Mozart. 1993 gastierte er mit dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin in Tokio als Melot im »Tristan«; am 8.5.1994 sang er an diesem Opernhaus in der Uraufführung der Oper »Dreyfus-Die Affäre« von Jost Meyer.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Stimmlage:
Bariton

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1964 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach



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