Bayreuther Festspiele

Portraitfoto James King
Portraitfoto James King
Portraitfoto James King <b> James King als Siegmund. </b>Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1970 - 1975) <b>James King als Siegmund</b>. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wieland Wagner 1965 – 1969)
<b> James King als Parsifal. </b> Parsifal (Inszenierung von Wieland Wagner 1951 - 1973)

James King

* 22.05.1925 in Dodge City (Kansas), USA
† 20.11.2005 in Naples, Florida

Während des Zweiten Weltkrieges leistete er 1943-45 seinen Militärdienst bei der amerikanischen Marine ab. Nach Kriegsende studierte er Musik und Gesang an der Louisiana State University. Abschluß dieser Ausbildung 1952 an der Universität von Kansas City und bei Martial Singher in New York. Er wirkte anfänglich als Musikdozent, in den Jahren 1952-61 als Professor an der University of Kentucky und als Dirigent. Er entschloß sich dann jedoch zur Sängerkarriere und debütierte 1961 im Baritonfach. Nach kurzer Umschulung trat er als Tenor auf. Er debütierte als Tenor 1961 in San Francisco in der Rolle des italienischen Sängers im »Rosenkavalier« und sang dann dort den José in »Carmen«. 1963 übernahm er als erste Wagner-Partie an der Deutschen Oper Berlin den Lohengrin und leitete damit seine große Karriere als Wagner- und Heldentenor ein. Er hatte in Berlin wie an der Staatsoper München, deren Mitglied er ebenfalls war, große Erfolge und gastierte u.a. an den Staatsopern von Wien (seit 1963) und Hamburg, an der Covent Garden Oper London (1966-77 regelmäßig als Interpret der großen Wagner-Partien, 1988 als Bacchus in »Ariadne auf Naxos«, 1986 als Florestan im »Fidelio«) und an vielen anderen führenden Opernhäusern. Bei den Festspielen von Salzburg wirkte er 1962-63 als Achilles in Glucks »Iphigenie in Aulis«, 1964 als Ägisth in »Elektra« von R. Strauss, 1968-70 und 1983 als Florestan mit, 1974-75 als Kaiser in der »Frau ohne Schatten«, 1976 und 1980-82 als Bacchus in »Ariadne auf Naxos«, 1985-86 als Giove in Monteverdis »Il ritorno d'Ulisse in patria« er trat dort auch in Konzerten und mit Liederabenden auf. In Bayreuth sang er 1965-69 und 1972-73 sowie 1975 den Siegmund, 1967, 1970 und 1972-73 den Parsifal, 1967-68 den Lohengrin. 1966 fand sein Debüt an der New Yorker Metropolitan Oper als Florestan statt. Dort trat er (bis 1987) in 11 Spielzeiten, in 78 Vorstellungen und in 11 verschiedenen Partien auf, darunter als Siegmund in der »Walküre«, als Cavaradossi in »Tosca«, als Walther von Stolzing in den »Meistersingern«, als Kaiser in der »Frau ohne Schatten« und als Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, als José in »Carmen« und noch 1989 als Captain Vere in »Billy Budd« von Benjamin Britten, 1994 als Ägisth in »Elektra«. 1972 gastierte er an der Grand Opéra Paris als Kaiser in der »Frau ohne Schatten«, 1983 an der Mailänder Scala in »Anacreon« von Cherubini, ebenfalls 1983 an der Deutschen Oper Berlin als Paul in »Die tote Stadt« von Korngold, den er auch 1985 bei der Nordamerika-Tournee dieses Hauses vortrug. Seine Karriere dauerte lange. Noch 1990 trat er in Amsterdam in einer konzertanten Aufführung von »Die Frau ohne Schatten« als Kaiser, ebenfalls 1990 in Nizza als Lohengrin, bei den Festspielen von Salzburg als Herodes in »Salome«, an der Metropolitan Oper als Tambourmajor im »Wozzeck«, 1991 beim Festival von Aix-en-Provence als Ägisth in »Elektra« von R. Strauss, 1993 in Wiesbaden als Othello von Verdi auf. Noch 1995 gab er in New York ein Konzert mit Liedern und Arien.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Stimmlage:
Tenor

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1975 Die Walküre Siegmund
1973 Die Walküre Siegmund
1973 Parsifal Parsifal
1972 Die Walküre Siegmund
1972 Parsifal Parsifal
1970 Parsifal Parsifal
1969 Parsifal Parsifal
1969 Die Walküre Siegmund
1968 Die Walküre Siegmund
1968 Lohengrin Lohengrin
1967 Parsifal Parsifal
1967 Die Walküre Siegmund
1967 Lohengrin Lohengrin
1966 Die Walküre Siegmund
1965 Die Walküre Siegmund



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