Bayreuther Festspiele

<p>Foto: Johannes Ifkovitz</p>

Foto: Johannes Ifkovitz

Philippe Jordan

Als Musikdirektor der Pariser Oper und Chefdirigent der Wiener Symphoniker seit der Saison 2014/15 zählt Philippe Jordan zu den etabliertesten und gefragtesten Dirigenten seiner Generation.

Im Alter von sechs Jahren begann er seine musikalische Ausbildung am Klavier. Zwei Jahre später wurde er Mitglied der Zürcher Sängerknaben, kurze Zeit darauf kam das Studium an der Violine hinzu. Ab 1990 besuchte er das Zürcher Konservatorium, wo er Musiktheorie und Komposition bei dem Schweizer Komponisten Hans Ulrich Lehmann studierte. Sein Klavierexamen schloss er mit Auszeichnung ab und setzte seine Klavierstudien bei Karl Engel fort. Philippe Jordan tritt auch kammermusikalisch als Pianist oder Liedbegleiter auf.

Seine Karriere als Kapellmeister begann 1994/95 am Stadttheater Ulm. Von 1998 bis 2001 war Philippe Jordan Assistent und Kapellmeister bei Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Von 2001 bis 2004 war er Chefdirigent des Grazer Opernhauses und des Grazer Philharmonischen Orchesters. In dieser Zeit debütierte er an einigen der wichtigsten internationalen Opernhäusern und bei Festivals, wie z.B. der Houston Grand Opera, den Festivals von Aix-en-Provence und Glyndebourne, der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden, dem Teatro alla Scala, der Bayerischen Staatsoper München, den Salzburger Festspielen (Così fan tutte), der Wiener Staatsoper und dem Festspielhaus Baden Baden (Tannhäuser). Von 2006 bis 2010 war Philippe Jordan Principal Guest Conductor an der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

Als Konzertdirigent arbeitete Philippe Jordan u. a. mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestra Dell'Accademia di Santa Cecilia in Rom, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Gustav Mahler Jugend Orchester, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg und dem Salzburger Mozarteumorchester zusammen. In Nordamerika dirigierte er bisher die Sinfonieorchester von Seattle, St. Louis, Dallas, Detroit, Chicago, Cleveland, Philadelphia, Washington, Minnesota, Montreal, New York und San Francisco.

Zu den Höhepunkten der Saison 2011/12 zählten sein Debüt mit Rosenkavalier am Teatro alla Scala, ebenso mehrere Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra London und dem Orchestra Dell'Accademia di Santa Cecilia in Rom. Im Sommer 2012 debütierte Philippe Jordan bei den Bayreuther Festspielen (Parsifal). Konzerte führen ihn zu den Wiener Symphonikern, dem Philharmonia Orchestra London, den Hamburger Symphonikern und als Debüt zu den Münchner Philharmonikern.

Höhepunkte der jüngeren Vergangenheit waren u. a. Die Entführung aus dem Serail, Pelléas et Mélisande und Le Roi Arthus an der Pariser Oper, Arabella an der Bayerischen Staatsoper sowie Konzerte am Teatro alla Scala und bei den Luzerner Festspielen, ein Beethoven-Zyklus mit dem Orchestre de l'Opéra National de Paris und ein kompletter Schubert-Zyklus mit den Wiener Symphonikern. Philippe Jordan leitete die Neuproduktionen Moses und Aron sowie La Damnation de Faust an der Opéra National de Paris. Anfang des Jahres folgt eine fast einmonatige Tournee mit den Wiener Symphonikern. In der Saison 2015/2016 dirigierte er weiters u. a. einen kompletten Zyklus von Beethovens Klavierkonzerten mit den Wiener Symphonikern (Solist: Pierre-Laurent Aimard).

Von Philippe Jordan liegen die folgenden Einspielungen vor: Carmen (Glyndebourne Festival), Werther (Wiener Staatsoper), Doktor Faust (Opernhaus Zürich) und Salome (Royal Opera Covent Garden), Tannhäuser (Baden-Baden) und Le Nozze di Figaro (Opéra de Paris). Seine Aufnahme von Pelléas et Mélisande an der Opéra de Paris gewann den „CHOC de l’année”-Preis für Klassische Musik-DVDs. Für das Label Naïve nahm er die kompletten Klavierkonzerte Beethovens mit François-Frédéric Guy als Solisten und dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie Strauss’ Alpensinfonie mit dem Opéra National de Paris Orchestra, die den „CHOC de l’année Classica” erhielt. Auch seine Veröffentlichung von Sacre du Printemps wurde mit dem „CHOC du Monde de la Musique“ geehrt. Auf dem Label Erato veröffentlichte Philippe Jordan mit dem Orchester der Pariser Oper kürzlich eine Aufnahme von Verdis Requiem und eine weitere mit symphonischen Auszügen aus Wagners Ring, im Mai 2015 Ravels Daphnis and Chloe und La Valse. Mit den Wiener Symphonikern hat er bislang zwei Aufnahmen veröffentlicht: Tschaikowskis 6. Symphonie Pathétique im September 2014, gefolgt von einer Aufnahme mit Schuberts 7. und 8. Symphonie, die im August 2015 erschien.

 



Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
2012 Parsifal Musikalische Leitung



Bayreuther Festspiele GmbH - Festspielhügel 1-2 - 95445 Bayreuth
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Audi Wöhrl
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