Camilla Nylund, in Vaasa (Finnland) geboren, studierte zunächst bei Eva Illes, später in der Opern- und Liedklasse des Mozarteums in Salzburg. Für ihre ausgezeichneten Leistungen wurde ihr im Dezember 1995 von der Internationalen Stiftung Mozarteum die Lilli-Lehmann-Medaille verliehen.
Im Januar 1995 gab sie ihr Debüt an der Niedersächsischen Staatsoper Hannover als Micaela in "Carmen" und wurde sogleich für die Spielzeiten 1995-1999 in Hannover engagiert.
Ihr Debüt an der Finnischen Nationaloper in Helsinki gab die Sopranistin im Mai 1996 als Gräfin in "Le nozze di Figaro".
In den Spielzeiten 1999-2002 gehörte Camilla Nylund zum Ensemble der Semperoper Dresden. Neben ihren Dresdner Verpflichtungen gastierte die Künstlerin u.a. als Gräfin in "Capriccio" in Venedig, als Eva in "Die Meistersinger von Nürnberg" sowie als Tatjana/"Onegin" an der Hamburgischen Staatsoper.
Äußerst erfolgreich gestalteten sich die Spielzeiten 2004 - 2006 mit den Rollendebüts als Leonore in "Fidelio" an der Oper Zürich (musikalische Leitung: Harnoncourt), als Salome an der Oper Köln, mit dem "Fidelio"-Gastspiel der Salzburger Festspiele in Japan unter Sir Simon Rattle, dem Debüt an der Bayerischen Staatsoper (Elisabeth) und als Leonore in der "Fidelio"-Urfassung am Theater an der Wien. Weitere wichtige Partien waren Freia am Pariser Châtelet im neuen "Ring" unter Christoph Eschenbach, ein Konzert anlässlich der Wiedereinweihung der Dresdner Frauenkirche, Beethovens "Missa Solemnis" unter Fabio Luisi, das Debüt an der Wiener Staatsoper als Salome, die 9. Sinfonie von Beethoven unter Daniel Barenboim an der Mailänder Scala und in Chicago, ein Auftritt als "Figaro"-Gräfin konzertant unter Sir Simon Rattle in der Berliner Philharmonie, als Arabella an der Bayerischen Staatsoper, als Fiordiligi in Zürich und die Neuproduktion von "Euryanthe" in Dresden.
Die Höhepunkte in den Jahren 2006 - 2009 waren Henzes "Das Floß der Medusa" und konzertante Aufführungen des "Rosenkavalier" unter Sir Simon Rattle mit der Berliner Philharmonie, die Neuproduktion "Chowanschtschina" (Emma) und Auftritte als "Figaro"-Gräfin, Fiordiligi und Eva an der Bayerischen Staatsoper, im "Rosenkavalier" am New National Theatre Tokyo, die Neuproduktion "Meistersinger" an der Semperoper Dresden, die Japantournee mit der Semperoper ("Salome"), "Le nozze di Figaro" in Berlin (Deutsche Staatsoper), "Salome" an der Staatsoper Wien, die Neuproduktionen "Tannhäuser" in San Diego, Köln und Baden-Baden, das Debüt bei den Salzburger Festspielen in der Neuproduktion "Rusalka", "Ariadne", "Lohengrin", "Rosenkavalier" an der Wiemer Staatsoper, das Rollendebüt als Donna Anna in "Don Giovanni", "Lohengrin" und "Tannhäuser" an der Semperoper Dresden, die Neuproduktion "Die Lustige Witwe" an der Hamburgischen Staatsoper, das Rollendebüt als Elisabetta/"Don Carlo" in Tampere sowie die Neuproduktion "Salome" in Toulouse.
Weitere wichtige Rollen folgten in den Jahren 2009 - 2011 mit der Titelpartie Arabella an der Oper Frankfurt, der Rolle der Elsa an der Semperoper Dresden, einem Debüt als Salome an der Opéra Bastille Paris, den Neuproduktionen "Rienzi" an der Deutschen Oper Berlin, Franz Schmidts "Notre Dame" in Dresden, "Salome" in Valencia (unter Zubin Mehta), "Daphne" an der Semperoper sowie "Die Tote Stadt" in Helsinki und "Die Fledermaus" und "Arabella" an der Staatsoper Wien, "Salome" und "Tannhäuser" in Dresden und "Rosenkavalier" in Tokio.
Zukünftige Verpflichtungen sind weiterhin Ariadne und Arabella an der Wiener Staatsoper, an der Covent Garden Opera London wird Camilla Nylund mit Rusalka debütieren. An der Nederlandse Opera Amsterdam wird sie die "Don Carlo"-Elisabetta und die "Elektra"-Chrysothemis singen. Die San Franciso Opera hat sie als Elsa eingeladen, die Rusalka wird sie außer in London auch noch am Liceu Barcelona und in Genf verkörpern.
Camilla Nylund singt regelmäßig auch auf den wichtigen Konzertpodien mit den führenden Orchestern und Dirigenten, beispielsweise Beethovens 9. Sinfonie mit Daniel Barenboim in Chicago, in Sevila, Madrid und an der Scala di Milano, mit Marek Janowski in Berlin, mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, mit Yakov Kreizberg in Monte Carlo sowie Beethovens "Missa Solemnis" mit Marek Janowski in Genf und Fabio Luisi in Dresden, Henzes "Das Floß der Medusa" mit Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern und Schumanns "Faustszenen" mit Ingo Metzmacher in Berlin.
| Jahr | Werk | Funktion/Rolle |
| 2013 | Tannhäuser | Elisabeth, Nichte des Landgrafen |
| 2012 | Tannhäuser | Elisabeth, Nichte des Landgrafen |
| 2011 | Tannhäuser | Elisabeth, Nichte des Landgrafen |