Nach ihrem Gesangsstudium an der Universität von Stellenbosch in Südafrika begann Michelle Breedt ihre Gesangskarriere mit Engagements an den Opernhäusern von Kapstadt und Pretoria, bevor sie ihr
Studium an der Guildhall School in London fortsetzte. 1990 kam sie nach Deutschland und wurde zunächst Ensemblemitglied des Kölner Opernstudios und anschließend des Staatstheater Braunschweig.
Während dieser Zeit begann sie ihr umfassendes Repertoire auszubauen, das vom Mezzosopran-Repertoire Mozarts (neben den Standard-Partien auch Raritäten wie Idamante und Ramiro), bis zu Belcanto
Partien wie Adalgisa und Romeo in I Capuleti e i Montecchi reicht. Ebenso erarbeitete sie selten gesungene Partien wie z. B. Diana/Giove in La Calisto oder Anna in Kurt Weills
Die sieben Todsünden. Weitere wichtige Rollendebüts waren die Mélisande, Oktavian in Der Rosenkavalier, Charlotte in Werther, Carmen in der gleichnamigen Oper und
Brangäne in Tristan und Isolde. Seither ist Michelle Breedt regelmäßiger Gast, der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper Dresden und der Hamburgischen
Staatsoper. Internationale Tätigkeiten führten sie auch an die Wiener Staatsoper und die Oper in Paris. Die Partie des Komponisten sang sie in Lissabon, Ferrara, Modena und
Zürich, 2005 interpretierte sie in Tokyo die Rolle des Cherubino. Ab September 2000 war sie für drei Jahre Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und dort auch Gewinnerin der 'Eberhard
Waechter Medaille'. Seit 2004 ist sie zwar freischaffend tätig, bleibt aber der Staatsoper verbunden. Michelle Breedts Karriere beinhaltet auch eine rege Konzert- und Liederabend-Tätigkeit. Sie
ist regelmäßiger Gast beim Schubertiade Festival in Schwarzenberg und debütierte 2004 mit einem Liederabend bei den Salzburger Festspielen. Der Mezzospran ist sowohl in der Wigmore Hall in
London, in der Berliner Philharmonie, im Wiener Konzerthaus und Musikverein, wie auch regelmäßig in Konzertsälen in Italien und Österreich zu hören.
Im Sommer 2000 debütierte sie mit großem Erfolg in Bayreuth als Magdalene in Die Meistersinger von Nürnberg in der Produktion Wolfgang Wagners, unter dem Dirigat von Christian Thielemann - und sang dort diese Partie auch in den darauffolgenden zwei Jahren. 2009 ist sie erneut unter dem Dirigat von Christian Thielemann als Fricka und unter Peter Schneider als Brangäne zu hören.